Wenn alles richtig ist – Laufen in Thüringen, Neustadt am Rennweg

Heute werde ich von zwei Läufen und irgendwie von einer Wanderung berichten. Wobei die Wanderung etwas kürzer kommt als die Läufe. Die Wanderung war aber der Auslöser für meine Läufe und darf deswegen nicht ganz unerwähnt bleiben.

Rennsteigstein1

Rennteigstein von 1887(?)

Ich hab dir gesagt, du sollst auf dem Rennweg laufen…“ Sprach meine Frau (grinsend) als ich jammernd über die langweiligen und/oder mit viel zu hohen Gräsern bewachsenen Waldwegen, hier um Neuhaus am Rennweg herum, klagend vom Laufen zurück in unsere Ferienwohnung kam.
Hab ich dir nicht gesagt, du sollst auf dem Rennsteig laufen…?“ Fragte meine Frau zu mir, als wir gemeinsam einen wunderschönen Weg (welchen sie herausgesucht hatte) wanderten und ich mich begeistert über den Weg und über das Trailpotential des Weges ausließ…

Tja, und  manchmal sollte man wirklich auf seine Frau hören… Weiterlesen

„AWO rennt“ – durch meinen Heimatwald, den Hörner Bruch

Ich fange mal mit dem Ende an. So sahen meine Beine hinterher aus:

Nach dem Lauf...

Nach dem Lauf…

Also, die AWO rennt. So heißt die Veranstaltung. Die AWO versucht in der Vielzahl der Laufveranstaltungen Fuß zu fassen.

Nach den guten Anfängen im letzten Jahr (so liest man zumindest) sollte 2016 der Lauf ein weiteres Mal angeboten werden. Leider haben die Mitarbeiter der AWO ein Wochenende für ihre Veranstaltung gewählt, an dem rund um Osnabrück andere, ältere und ebenfalls gute Laufveranstaltungen stattfinden. Allein die Samstagsläufe „Osnabrücker Zoolauf“ (in und um den Osnabrücker Zoo) und der Lauf „Die Nacht von Borgholzhausen“ (ein großes, großartiges  Lauffest, welches ich im letzten Jahr absolvierte) dürften Unmengen an möglicher Kundschaft aufsaugen. Dagegen kann man mit einem Crosslauf, den man so aber nicht nennt, leider nicht mitstinken, selbst wenn die Strecke toll und die Organisation sehr gut ist.
Schade.
Es bleiben nur eine Handvoll (insgesamt 140 angemeldete) Läufer/innen übrig.

Das ist insofern schade, als dass es ein wirklich  toll organisierter Lauf ist, auf einem großartigen kleinen Rundkurs mit viel Matschanteil. Gerade mit letzterem hätte man werben sollen. Denn wenn man schon keine klassischen 5, 10, oder 21,1 Kilometerstrecken vorweisen kann, sollte man mit etwas anderem werben als den Kilometerzahlen.

Zum Beispiel mit der Hüpfkuh: Weiterlesen

Laufen im Wiehengebirge

Nachdem hier so lange nichts mehr Neues zu lesen war, hab ich nun beschlossen, hier doch mal den einen oder anderen Lauf zu Posten.

An diesem Wochenende besuchte ich meine Eltern. Diese wohnen in der Nähe der schönen Porta Westfalica. Da ich mich in der letzten Zeit mehr und mehr zu einem Genussläufer gewandelt habe, der es liebt, im Wald und in den Bergen zu laufen, musste ich diese Gelegenheit einfach nutzen, um hier ein paar Kilometer unter die Füße zu bekommen.

Der Plan ist, in der Porta Westfalica und zwar am Fuße des Wiehengebirges (auf dem der Kaiser Wilhelm steht) zu parken und dann auf der anderen Seite der Porta, im Wesergebirge, zu laufen.
Das Wiehengebierge habe ich schon des Öfteren erlaufen, aus diesem Grunde ist die andere Weserseite dran, die mit dem Fernsehturm, denn dieses Mal will ich etwas Neues machen.

Ich habe vor, etwas Längeres zu laufen. Das bedeutet bei mir derzeit, dass ich irgendetwas zwischen 20 und 30 Kilometer hinter mich bringen will. Weiterlesen

Fischfrikadellen

Leckere Fischfrikadellen…

Kennt Ihr dieses Gefühl, wenn man eine Fischfrikadelle kaut? dieses Knurbscheln, das einem den ganzen Fischgeschmack verleidet? Eine Kollegin meinte neulich, sie gehe immer davon aus, dass das getrockneter Rosmarin sei…
… Irgendwie konnte ich hier nicht so ganz folgen. Ich denke dabei immer an Fischköppe und Flossen und was man sonst noch durch den Wolf jagen kann… Unappetitlich. Sehr unappetitlich.
Weil ich den Geschmack aber grundsätzlich lecker finde, kam mir mein Weihnachtsgeschenk „Der Fleischwolf“ gerade recht. Ich werde mir also Fischfrikos machen – und zwar welche ohne geknurbschel! Weiterlesen

Herzlich willkommen im Jahr 2016

Ein weiterer Jahreswechsel, ein weiteres Mal begrüßen wir ein neues Jahr mit Wunderkerzenschreiberei.

Seit dem Jahr 2011 begrüßen wir das neue Jahr mit seiner illuminierten Zahl. Ohne Pause hielten wir es 2012, 20132014 und 2015 so. In diesem Jahr haben wir sozusagen 5 Jähriges Maljubiläum.

Dies ist das Ergebnis von diesem Jahr:

Mal sehen, was dieses Jahr bringen wird.

Entrecôte-Burger

Burger…

Was muss man tun, um aus einem Hamburger etwas besonderes zu machen? An welche Rädchen sollte man drehen und was kann man sich sparen?

Diese Frage stellte ich mir in den letzten Zeiten des öfteren.

Als ich vor ein paar Wochen in einem Burger Restaurant aß, musste ich feststellen, dass ein medium gebratener Patty schon etwas besonderes ist. Ein Geschmack, der kaum mit einem „normalen“ Hamburger zu vergleichen ist.

Ich nahm mir vor, demnächst mal ein Steak durch den Wolf  zu jagen und so mein eigenes Patty herzustellen. Ein Steak, weil dies das beste Fleisch zum Kurz anbraten ist.

Natürlich, ein Hamburger braucht ein Patty. Man könnte das Steak auch einfach so auf das Brötchen zu legen aber wenn man das tut, verwandelt sich das ganze nicht in einen Hamburger, es bleibt schlicht ein Brötchen mit Fleisch.  Nein, ein Burger benötigt Hackfleisch.

Also ging ich in den Supermarkt und erstand ein 400g  Entrecôte . Allerdings keins von diesen extrem abgehangenen, denn ich glaube, das wären Perlen vor die Säue. Dennoch achtete ich darauf, dass es sich um ein schön fettdurchzogenes Stück Fleisch handelte:

2015-12-28_18-01-34P1290842_f

Auch am Käse wollte ich dieses Mal drehen. Mir schwebte ein weicherer und etwas kräftiger Käse als üblich vor.

Weitere Änderungen nehme ich mir nicht vor. Natürlich könnte man den Burger komplett neu erfinden, weil ich die klassische Mischung aber wirklich gerne mag, will ich ihn bloß verbessern und nicht was neues erfinden..

Ich produzierte übrigens 2 Burger an zwei verschiedenen Tagen, weil der 1. nicht so „medium“ war, wie ich es mir wünschte.

Und jetzt geht’s los: Weiterlesen

Gefüllte Weinblätter

Ich liebe gefüllte Weinblätter. Sie gehören für mich zu den besten kleinen Snacks welche die türkische und griechische Küche zu bieten hat. Eigentlich liegt mir die türkische Küche näher als die griechische, aber bei Weinblättern finde ich die Variante mit Reis (griechisch) leckerer als die mit Hackfleisch (türkisch).

Leider haben gefüllte Weinblätter 2 Nachteile: 1. man benötigt viel Zeit, um sie herzustellen, und 2. muss man immer Unmengen herstellen, damit es sich lohnt.  Weil dem so ist, benötige ich immer einen guten Anlass, um mich an sie heranzuwagen.

Die dienstliche Weihnachtsfeier, bei der wir uns vornahmen, „Fingerfood“ oder Tappas mitzubringen, war ein solcher.

Als Vorlage nahm ich das Rezept von „Zitronen und Olivenöl“ (danke dafür! :-)). Wie das aber so ist, wandelte ich das Rezept noch ab, so dass ich hier nun meine Variation präsentieren kann: Weiterlesen

Kohlrouladen

Kohlrouladen sind etwas aufwändig. Zumindest, wenn man sie mit Weißkohl herstellt. Denn man muss die Blätter des Kohls überreden ihren Kopf zu verlassen, damit man in sie Fleischküchlein wickeln kann.

Ich finde, das lohnt sich, selbst wenn die einfachere Variante – die Wirsingroulade auch nicht schlecht schmeckt, hat eine echt Weißkohlroulade ihren ganz eigenen Geschmack und ist mit ihrer Wirsingschwester nicht zu vergleichen..
Außerdem hat man anschließend Rouladen für mehrere Tage. Diese lassen sich hervorragend einfrieren und wieder auftauen – ich finde, der Aufwand relativiert sich dadurch ein bisschen..

Abgesehen vom Aufwand sind Kohlrouladen ein sehr billiges Gericht. Man benötigt im Grunde nur ein bisschen Hackfleisch, Kohl, Zwiebeln, Speck, Salz, Pfeffer und Kümmel. Jede weitere Zutat ist gut aber nicht notwendig. Früher habe ich noch Ei und Kräuter in das Gehackte getan aber ich habe den Eindruck, dass sich das bei diesem Gericht kaum lohnt, bzw. sogar von der leckeren Kombination Kohl-Fleisch und ein bisschen Kümmel, ablenkt.

Dieses Mal nutze ich Gemüse Brühe zum Angießen. Es geht aber auch mit einfachem Salzwasser oder natürlich mit selbstgemachter Brühe. Letztendlich macht die Brühe den Geschmack ein bisschen runder.

Nun aber zum Rezept: Weiterlesen

Adventsbäckerei

In jedem Advent treibt es meine Frau und mich gemeinsam  in unsere Küche. Das besondere Wort ist hier „gemeinsam“, denn sonst Kochen wir strikt getrennt. Entweder Sie oder ich. Im besten aller Fälle darf man der/die eine für den/die andere/n eine Zwiebel schälen.

Dieses „entweder kocht sie“ – „oder ich“, hat sich gut bewährt und wird auch so bleiben. Zwar kochen wir beide mit Leidenschaft, aber wir pflegen sehr unterschiedliche Stile:
Während ich in der Küche Stress benötige und mag, also Dinge gerne gleichzeitig mache und es toll finde, wenn die Fetzen fliegen und das Essen immer haarscharf vor einem Fiasko steht, kocht meine Frau eher besinnlich mit Plan und guter Vorbereitung… Auch wenn wir uns heiß und innig lieben, dass würde nicht gut gehen mit uns, gemeinsam in der Küche… 🙂

Nur beim Keksebacken ist das anders, denn da lasse ich mich auf einen Plan ein. Jeder nimmt sich drei Sorten Kekse vor und die werden gebacken. nicht mehr, nicht weniger. In der gesamten Wohnung wird alberne Weihnachtsmusik gespielt und wir kneten und mixen, kollern und spritzen und stechen aus und dekorieren was das Zeug hält.
Wie durch ein Wunder kommen wir uns so gut wie nie ins Gehege… Eigenartig, wenn ich so darüber nachdenke…

Aber was ich eigentlich erzählen wollte, sind die Rezepte meiner drei Kekssorten. Die von meiner Frau sind hier nachzulesen:

Drei Kekse

Diese Drei stamme von mir. Besonderes Augenmerk möchte ich dabei auf den Keks oben rechts legen, denn den habe ich gerade erfunden… …ähm… nun gut, vielleicht ist „erfunden“ das falsche Wort, denn er schmeckt wie eine gute Variante eines Jaffa Keks.  Da kann man auch nicht viel machen, denn es schmeckt nun einmal so, wenn Orangenmarmelade, Biskuit und Schokolade aufeinandertreffen… 🙂

Ansonsten sehen wir hier noch einen sehr leckeren Zimtkipferl (welcher aus mit nicht erfindlichen Gründen leicht nach Apfel schmeckt) und einen Erdnusskeks, der in seinem Geschmack stark an einen bestimmten Schokoriegel erinnert – allerdings nicht ganz so mächtig ist.

Nun aber zu den Rezepten: Weiterlesen

Mein neues Spielzeug: Voigtlaender 42,5 mm F 0,95 Nokton

Voigtlaender 42,5 mm F 0,95 Nokton

Schon lange schleiche ich um dieses Objektiv herum, denn die Nokton Objektive für Micro Four Thirds (MFT) Kameras von Voigtlaender sind fast schon legendär.
So haben sie einen mögliche Blende von 0,95, was – wenn ich es richtig verstanden habe – im Grunde nicht möglich ist, denn 1.00 würde bedeuten, dass die gleiche „Menge“ Licht, welche vorn hineinfällt, hinten wieder herauskommt.

Voigtlaender 42,5 mm F 0,95 Nokton

Bei 0.95 müsste hinten mehr Licht herausfallen als hineinkommt…
Wie dem auch sein mag, zumindest beschreibt die Zahl ein extrem lichtstarkes Objektiv.

Wichtiger als dieser Extremwert sind die Eigenschaften bei Blendzahlen knapp darüber, denn dieses Objektiv kann leicht abgeblendet wunderbare Fotos mit einer außergewöhnlich schönen Tiefenschärfe realisieren und produziert dazu ein wunderschönes Bokeh. Zumindest behaupten das die Tests und die Fotos im Netz.

Weiterlesen