Lammgeschnetzeltes mit Krautsalat, Joghurtsoße und Reis

Eigentlich sollte das hier ein Pfannengyros werden. In der Pfanne war es. Soweit stimmt alles. Aber leider war der Geschmack nicht so, wie ich es von einem Gyros erwarte und das, obwohl ich mir bei den Gewürzen recht sicher bin.
Auch wenn wahrscheinlich jeder diesen Geschmack anders haben möchte, so komme ich nicht umhin dieses Rezept nicht Pfannengyros zu nennen.
Das macht aber nichts, denn dieses von mir neu entworfene Lammgeschnetzelte mit Krautsalat, Joghurtsoße und Reis war sehr, sehr lecker.
Der Krautsalat war übrigens auch selbst hergestellt – was viel leichter ist und schneller geht, als man gemeinhin annimmt.

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Lammgeschnetzeltes

Damit Lamm zart wird, kann man es entweder ganz kurz braten, so dass es innen noch rosa ist (diese Zubereitung wird aber gemeinhin nur bei Lammfilet oder Kotelett bevorzugt).
Oder, man schmort es so lange, bis es der Hitze nicht mehr widerstehen kann und mürbe wird. So habe ich das in diesem Falle getan.

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Zutaten

  • 800 g Lammfleisch von der Schulter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 g rosenscharfer Paprika
  • 4 g mildes Paprikapulver
  • 5 g Kurkuma
  • 1 TL Aci Pul Kirmizi Biber
  • 2 Mittelgroße Zwiebeln
  • Salz
  • 1 1/2 EL Zucker
  • Olivenöl

Rezept

Das Lamm in feine Streifen schneiden.
Mit dem Salz, dem Paprika, dem Paprikapulver, dem Kurkuma, dem Pulbiber und etwas Öl würzen und ein halbe Stunde marinieren lassen. (Den Zucker und die Zwiebeln erst später hinzugeben, weil die Zwiebeln beim Anbraten schnell zu schwarz und der Zucker karamellisieren könnte. Bei den Zwiebeln bin ich mir nicht so sicher – beim Zucker hatte ich aber  schon sehr ekelhaft Erlebnisse.)
Die Zwiebeln pellen und in Scheiben schneiden.
Das Lamm in einem Wok anbraten (nicht zu scharf, da der Knoblauch sonst bitter werden könnte).
Die Zwiebeln hinzugeben und mit anbraten.
Wenn die Zwiebeln leicht eingesackt sind, den Zucker unterrühren, einen Deckel auf den Wok legen und das Ganze ca. eine 3/4 h brutzeln lassen. Wenn der Deckel dicht schließt, sollten die Zwiebeln genügend Flüssigkeit abgeben, so dass nichts ansetzt. Ansonsten ggf. etwas Wasser hinzugeben.
Anschließend den Deckel abnehmen und unter Rühren etwa 10-15 Minuten reduzieren, bis man eine leckeres Pfannengericht hat…
Ggf. noch etwas nachwürzen.

 

Weißkohlsalat

Kraut- oder Weißkohlsalat ist etwas sehr leckeres. Hätte ich vorher gewusst, wie leicht und schnell er herzustellen ist, ich denke, es hätte ihn viel, viel öfter gegeben…

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Zutaten

  • 500 g Kohl (geschnitten und ohne Strunk gewogen)
  • 4 cl Essig (2 Schnapsgläser)
  • 2,5 El Zucker
  • 12g Salz
  • 4 cl Öl
  • ein kleiner Bund Glatte Petersilie
  • etwas Kümmel

Rezept

Den Kohl mit einer Reibe dünn hobeln und anschließend mit dem Salz bestreuen, das Salz mit beiden Händen gut unterwalken. Anschließend mit den Fäusten fest an den Boden der Schüssel drücken.
1/4 – 1/2 Stunden ziehen lassen (zur Not reichen auch 10 Minuten).
Zwischenzeitlich die Petersilie schneiden und den Kümmel in einem Mörser zerstoßen.
Nach der Ruhezeit den Essig, den Zucker, die Petersilie und den Kümmel zum Kohl geben. (Das Öl noch nicht! denn das würde den anschließenden Weich-Werde-Prozess verhindern – sagt meine Freundin, das der Koch sagt, von dem sie das Rezept hat, das sie mir gab…)

Das Kraut mit beiden Händen kräftig walken und mit den Fäusten immer wieder gegen den Boden drücken. Es muss dabei viel Flüssigkeit entstehen und man muss förmlich merken, wie der Kohl eine essbare Konsistenz annimmt.
Anschließend noch das Öl hinzugeben und ggf. noch etwas nachwürzen.

Jogurtsoße

Jogurt mit Gewürzen gehört nach meiner Meinung zu den typischen Gerichten der heutigen Länder des Osmanisches Reichs in den Grenzen des 17. Jahrhunderts… Ich geb ja zu, dass ist schon etwas her, aber diese Region trifft es einfach genauer als das “Morgenland” oder das “Osmanische Reich”… – was soll ich also machen :-D. 

Wie dem auch immer sei. ich finde eine Jogurtsoße – sei sie mit Minze, mit Knoblauch, mit Kräutern oder einfach nur mit Salz und Pfeffer gewürzt – ist sehr schmackhaft:

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Zutaten

  • 500 g Jogurt (10 % Fett)
  • etwas Gurke
  • 1/2  Knoblauch
  • etwas Petersilie
  • etwas Mayonnaise
  • etwas Zucker
  • Salz
  • Pfeffer

Rezept

Die Gurke in sehr kleine Würfel schneiden.
Den Knoblauch klein schneiden, mit etwas Salz bestreuen und mit der flachen Seite eines großen Messers stark zerdrücken.
Die Petersilie klein schneiden.
Alles mit dem Jogurt verrühren.
Der Jogurt sollt min 1/4 h im Kühlschrank ruhen und anschließend noch einmal umgerührt werden, damit der Knoblauch seinen Geschmack entfalten kann.

Ergebnis:

Foto: Gourmandise

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