Die neue Pfanne oder: von Bratkartoffeln

Ich habe mir einen neue Pfanne gegönnt. Eine gusseiserne! Eine schwere! Und – und das ist der Clou – sie hat nur 21 Eurogekostet.:D

Neulich brachte mich Sven von culinaricast.de in seinem Pfannenbeitrag darauf, dass man gute gusseiserne Pfannen zu günstigen Preisen erhalten kann. Man muss keine hunderte von Euros ausgeben, um etwas Gutes aus diesem Segment zu bekommen.

Das wollte ich ausprobieren und bestellte mir diese Pfanne bei einem Anbieter bei Amazon Marketplace für 21.99 Euro. Nagut, da kamen dann noch 7 Euro Versand hinzu, denn nicht alle übernehmen den Versand ab 20 Euro. Die Pfanne – sollte sie funktionieren – wäre dann dennoch günstig. Ich sagte mir, dass dies ein Preis sei, den ich bereit bin, in den Sand zu setzen.

Zuhause angekommen sah sie dann so aus:

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 Doch recht hübsch oder?

Sie war kleiner als ich erwartet hatte. Nach einem Nachgemessen musste ich allerdings zugeben, dass sie genau die Maße hatte wie im Netz angegeben. Nur, dass mich dieses „XL BBQ Brat- und Steakpfanne aus Gusseisen 31 cm“  in der Überschrift geblendet hatte.

Im Text – und eigentlich sogar sehr offensichtlich – kann man aber lesen, dass die 31 cm sich auf die Schütten beziehen und der eigentlichen Durchmesser „nur“ 29 cm sei. Ich habe darüber nachgedacht und beschlossen, dass mir das egal ist, denn sie entspricht  immer noch in etwas dem, was ich mir gewünscht hatte.

Dann viel mir noch auf, dass die Pfanne recht scharfe Kanten am Griff hat. Diesen kann man aber mir einem einfachen Schwung mit einer Pfeile entgegenwirken. Wenn das den Unterschied zwischen 21 und 121 Euro ausmacht, dann nehme ich den gerne hin.

Also dann Einbrennen: Kartoffeln kleinschneiden und mit etwas Öl ab in die Pfanne und anbraten.

Anschließend sollte es Bratkartoffel, gebratene Champignons, gebratene Tomate und (natürlich) Spiegelei geben.

Letztendlich bestand die Pfanne mit Bravour:

Der Boden ist recht grobporig, was aber dem Bratergebnis nicht zum Nacheil gereicht, denn er saugt gut das Öl auf, bildet so schon eine Schicht, die vor dem Anbraten schützt, und auch der späteren Patina bietet es eine gute Angriffsfläche.

Die Bratkartoffeln pappten ein wenig am Boden an, aber ehrlich gesagt, habe ich mit meinen schmiedeeisernen Pfannen zu Anfang Schlimmeres erlebt.

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Je länger die Kartoffeln in der Pfanne blieben, desto besser briet es sich. Die Pfanne rutschte durch das Eigengewicht nicht hin und her. Die Champignons waren ebenfalls kein Problem auch die anzubratenden Tomatenscheiben gelangen ganz wunderbar.

Selbst die anschließend in der Pfanne zubereiteten Spiegeleier ließen sich problemlos braten. Zwar wollten diese sich ein wenig Bitten lassen, damit sie sich vom Boden lösen, aber das war nichts, was  nicht mit einem guten metallenem Pfannenwender zu bewerkstelligen war, und mit wachsender Patina wird dies auch bald der Vergangenheit angehören.

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Das Braten in dieser Pfanne wurde immer mehr zu einem Erlebnis. Ich weiß gar nicht warum das so ist, denn letztendlich brät es sich in anderen Pfannen auch ganz gut. Aber hier schwingt irgendwie noch das Besondere, eine bestimmte Art von Kochkultur mit. Vielleicht ist der Grund, dass man einfach einen Pfannenwender aus Stahl benutzen kann. Vielleicht aber auch, dass die Pfanne durch ihr Gewicht Wertigkeit vermittelt. Ich weiß es nicht. Ich merke nur, dass ich beim Gedanken an „Braten“ direkt an diese Pfanne denke. Ähnlich geht es mir übrigens mit unserem gusseisenen Bräter.

 

 

 

 

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