20. Teutolauf – 29 Kilometer über Berg und Tal | am 17.10.2015

Kurz vorab: Die Fotos vom Weg sind erst zwei Wochen später entstanden. Aus diesem Grunde sind die Wege menschenfrei und es ist wesentlich herbstlicher als es am 17.10. war. 

Zum zwanzigsten Mal findet der Teutolauf  (www.teutolauf.de) statt. Zwanzig Mal wurde – auf insgesamt  29 Kilometern und 600 Höhenmetern – von Lengerich aus, der Teutoburger Wald erklommen, dem Hermannsweg bis nach Bad Iburg gefolgt und 20 Mal wurde der Urberg erlaufen, um im Anschluss auf nicht ganz direktem Wege wieder zurück nach Lengerich zu laufen.

Hier die Strecke auf gpsies.com:

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, wollte ich eigentlich diesem Jahr, genauer im September, den Münstermarathon mitlaufen.

Waren mir die Vorbereitungen (vor allem die langen Läufe) am Anfang nur so „passiert“ – was der Grund dafür war, zu sagen, “wenn du eh so lange Dinge läufst, dann kannst du auch einen Marathon laufen”. Weil ein Marathon aber kein Pappenstiel ist, nahm ich zumindest das Training in den letzten 6 Wochen ziemlich ernst.

Das führte dazu, dass ich in den Wochen vor dem Marathon so fit und so schnell war, wie noch nie. Leider bekam ich eine Woche vorher eine Erkältung und wagte es nicht, in Münster mitzulaufen…

Tja, und da stand ich dann mir meiner Fitness und hatte nichts, woran ich sie auslassen konnte. Sich auf einen weiteren Marathon vorzubereiten ist nicht so einfach, denn mit der ersten Vorbereitung hat man den Körper ja durchaus gefordert und sollte ihm im Anschluss ein wenig Ruhe gönnen – oder zumindest nicht mehr so ganz aus dem Vollen schöpfen, bevor man wieder ein hartes Training beginnt. Außerdem war mir die Lust auf Marathon ersteinmal vergangen.

Ich tat also das, was mir am vernünftigsten erschien, ich ignorierter das Fehlen des Marathons und tat so, als sei ich ihn gelaufen. Ich gönnte mir ein paar Tage Ruhe. So, als befände ich mich im Nachklang eines Marathons und startete im Anschluss durch. Denn es heißt, man kann im Anschluss auf den kurzen Distanzen problemlos seine Rekorde brechen.

So meldete ich mich für einen kurzen 10 Kilometer Wettkampf (Siehe letzten Bericht) an und lief ansonsten Wohlfühlstrecken mittlerer Länge (bis 25 Kilometer) aber mit höchstem Anspruch im Teutoburger Wald und Wiehengebirge. Was nichts anderes bedeutet als: Ich lief vom Fuße des Berges hinauf und rannte auf den Kamm irgendwelchen Mountainbiketrails nach. Gut, ich geb‘ zu, das ist nur begrenzt „moderat“ aber  die überschüssige Energie musste irgendwohin .

Dennoch, auch wenn das hier jetzt nach wildem „Herumgerenne“ klingt, ganz so dramatisch war es nun auch wieder nicht, denn ich lief diese Sachen eher langsam und gemächlich. Das bedeutet, ich lief z.B. im Wiehengebirge den Berg zum Kaiser Wilhelm hoch und auf dem Kamm mit einer Pace von 7:55min/km (7.58km/h). Als Vergleich, meinen 10 km Wettkampf lief ich ein einer Pace von 4:27min/km (13,48 km/h).

Aber ich wollte ja Wettkämpfe. Also nahm ich,  nach dem erfolgreichen 10er den „großen“ Teutolauf in Angriff.

Am Abend vor dem Lauf…

… kam eine Mail:

„…die Regenfälle der letzten Tage veranlassen uns als Veranstalter darauf hinzuweisen, dass jeder Teilnehmer seine Laufbekleidung (Regenjacke) und das Schuhwerk (ausreichendes Profil) auf die aktuellen Wetter- und Bodenverhältnisse anpassen möge! Aufgrund der schlechten äußeren Bedingungen sind alle Strecken deutlich anspruchsvoller. Bitte strebt insbesondere deshalb keine Bestzeiten an!“

„Toll!“ denke ich mir. „Es war schon so eine bescheuerte Idee, sich für den 29 km Lauf anzumelden, und nun verregnet die ganze Sache auch noch…“

Leise regt sich aber auch eine gewisse Freude in mir:
Matsch? 30 Kilometer Matsch…? Das könnte spaßig werden… 🙂

Vor allem aber provozierte diese E-Mail mehrere Fragen. Fragen, die teils ohnehin im Raum standen, aber unter diesen neuen Bedingungen noch einmal neu überdacht werden wollten.

Frage Nummer 1: Trinkrucksack – ja oder nein? Es gibt nur alle 5 km einen Versorgungsstand. Ist das zu wenig? Ich meine beiden Anstiegen möchte man vielleicht öfter etwas trinken – oder nicht? Ich weiß es nicht und, dass macht mich unsicher. Meine langen Läufe habe ich sonst immer mit dem Rucksack bestritten und das Wasser ständig in klitzekleinen Schlucken aus ihm heausgenuckelt…

Frage Nummer 2: Welche Schuhe? Zwei standen zur Auswahl: Salomon Speedcross oder Asics Lahar?
Die Solomon sind echte Trailspezialisten, kein Rutschen im Schlamm und immer festen Halt auf allen trailigen Untergründen – dafür sind sie auf der Straße mies, schlecht gedämpft und rutschig. Zudem schmerzen mir meinen Zehen bei zu harten Bergabpassagen (welche ich aber dafür sicher laufen kann).
Die Asics sind im Trail ok und im Matsch so lala. Auf der Straße etwas brettig aber besser gedämpft, zudem ist das Fußbett wie für meine Füße gemacht: Es gibt kein Rutschen der Füße in diesen Schuhen – ich könnte sozusagen senkrechte Wände hinunter laufen, ohne mit den Zehen anzustoßen. (Äh, wenn ich dabei nicht von besagten Wänden fallen würde…)
Bisher wären die Asics meine Favoriten gewesen, aber nun, nach dieser Warnmeldung…?
Ich sollte umdenken.

Frage Nummer 3: Welche Kleidung ist angebracht? Oben auf den Kämmen kann es sehr windig und kalt sein. Später, bei der Überfahrt des Teutos mit dem Auto, wir das Thermometer 5 Grad anzeigen… – wenn da noch besagter Wind dazukommt…
Aber man sollte es auch nicht übertreiben, denn wenn ich zu dick eingepackt bin, überhitze ich, mein Puls schnellt in die Höhe und ich komme nicht weit…

Mit diesen Schuhen bezwang ich den Teutoburger Wald

Ich entscheide mich kurz vor dem Losfahren:
Gegen den Rucksack (es kommt genügend Flüssigkeit von oben) und für die Salomon. Als Fingerzeig nehme ich, dass wir am vorherigen Abend den Film „Solomon Kane“ anschauten. In diesem Film ist es auch die ganze Zeit schlammig und es regnet…Die Namensähnlichkeit soll genügen – an Irgendetwas muss man sich ja halten…
Ich trage also die Salomon Speedcross, meine, die Windjacke, darunter Laufshirt (kurzärmelig), eine lange Hose, eine Mütze und Handschuhe.

Außerdem habe ich noch 4 Dextro Energy Liquid Gel – Zitrone dabei – das waren meine Energievorräte für den Marathon.

Ach ja, in der E-Mail steht übrigens auch, man solle etwas früher hinfahren, denn die Parkplatzwiesen seien auf Grund der starken Regenfälle nicht benutzbar und so sei „Parken wo Platz ist“ angesagt…

Oha…

Wir fahren also früher hin – im Grunde finde ich das gut, denn ich lasse bei solchen Veranstaltungen gern die Stimmung auf mich wirken. Rede mit dem/der ein oder anderen Läufer/in oder schaue mir einfach nur das Gewusel an. Das macht Spaß und gibt mir ein angenehmes Kribbeln im Bauch.

Weil wir so früh sind, finden wir einen sehr nahen und guten Parkplatz an der Laufstrecke.

Es regnet übrigens. Nicht stark, aber gleichmäßig…
Naja, denke ich, wenigstens gibt es eine Turnhalle die als Gästeraum genutzt wird, ausgestattet mit Biergartenbänken.

So stehen meine Frau und ich, fast 2 Stunden zu früh an dem Kuchenbuffet und lassen uns von dem riesigen Angebot erschlagen. Wenig später wird mir ein Vereinsmensch sagen, dass jedes Jahr 150 Torten für das Büfett „durchgehen“ – Wahnsinn! – ich nehmen dennoch nur einen Tee, ich will ja noch laufen…

Wir baldowern die Lage aus. Ich besorge mir meine Startnummer und kaufe mir noch schnell einen Chiphalter, als ich feststelle, dass meine Salomon keine Schnürbänder haben…

Lutz (ein lieber Freund und mein Trauzeuge) erscheint wenig später. Wir schäkern noch ein bisschen herum. Die Spannung steigt und nimmt langsam ernsthafte Formen an.
Sie vergeht nun enorm schnell und „schwupps“ sind anderthalb Stunden um – ich gebe meiner Liebsten noch einen Kuss, verabschiede mich und mache mich auf, zum Warmlaufen und stell mich anschließend an den Start.

Ach ja: es regnet übrigens…

Der Plan – Irrungen und Wirrungen

Wie soll ich bloß laufen?
Ich bin insgesamt extrem unsicher, wie schnell ich diese 29 Kilometer bewältigen kann, denn solche Höhenmeterläufe laufe ich sonst nur nach Puls und sehr langsam – zudem selten bis zu 30 Kilometer. Ich bin dann in einer Pace zwischen 8:00 (7,5km/h) und 7:00 (8,6km/h) unterwegs.

Das hier ist aber ein Wettkampf, also will ich mich auch angemessen verausgaben. Leider habe ich keine Ahnung, wie schnell ich diese Höhenmeter bewältigen kann.

Ich bin der Meinung, dass man solch eine Strecke eigentlich nicht von Anfang an mit über 80% der maximalen Herzfrequenz laufen sollte, denn diese Körner würden mir am Ende fehlen…. (Einige am Ende sehr harte  Bergläufe haben mir entsprechende Indizien für diese These gegeben).

Ich schließe daraus,  vorsichtig mit einer Pace von 5:30 (10,90 km/h) anzulaufen. Die ersten 4 Kilometer sind mehr oder weniger eben. Das sollte gelingen, ohne dass mein Herz zu schnell schlägt.

Der erste (und heftigste) Anstieg folgt im Anschluss (130 Höhenmeter auf 2 Kilometer). Diesen wollte ich nach Gefühl laufen und eher zu früh als zu spät ins Gehen verfallen, denn dieser Anstieg hat das Potential die Kondition zu verhackstückeln…

Anschließend führt der Weg den Kamm entlang. Dort gibt es wenige Höhenmeter – ich kenne die Strecke für die nächsten 7 Kilometer ganz gut, das macht das Laufen leichter. Meine Vorstellung: Pace bei 5:45 (10,43 km/h) – also 15 Sekunden langsamer als beim Start – diese sind den Wurzeln und Steinen geschuldet. Vom Kamm herunter will ich mich rollen lassen. ich denke hier wird es Paces zwischen 4:30 und 5:00 geben, je nach Wegbeschaffenheit.

Ab Bad Iburg (Kilometer 12) geht es noch einmal richtig hoch (die sogenannte Himmelsleiter) aber da wird wohl eh gegangen, denn das Ding ist eine Treppe und so schmal und steil, dass man weder laufen noch überholen kann, es wird zwangläufig zu Stauungen kommen, denn Menschen verhalten sich ja nicht wie Flüssigkeiten und werden schneller wenn’s eng wird..

Anschließend kenne ich die Strecke nicht mehr aber oben angekommen sind es noch gut 15 Kilometer – die gehen doch immer oder? 😀

Dann kommt noch ein heftiger Anstieg bei km 20 und ab Kilometer 23 geht es (mehr oder weniger) nur noch bergab. Das ist nett, denn ich kann mich immer „rollen lassen“ auch wenn ich völlig fertig bin – was ja nicht  undenkbar ist…

Ich denke, sollte ich bei Kilometer 15 das Gefühl haben, ich bin noch fit, ist alles gut und ich komme (wie auch immer) ins Ziel.

Soweit meine Planungen zum Teutolauf.

Wie unsicher ich bin, zeigen die Zielzeitprognosen, die ich meiner Frau nannte:

Plan

  • Die 2:40 (Pace 5:31 -10.88 km/h) wären m. E. nur direkt nach meiner Marathonvorbereitung möglich gewesen und sind aus zu diesem Zeitpunkt bestehenden Fitness errechnet.
  • Die 2:50 (Pace 5:52 – 10.23 km/h) sind recht hoch gegriffen, finde ich aber zumindest denkbar.
  • Mit der 2:59 (Pace 6:10 – 9.73 km/h) wäre ich aber auch noch sehr zufrieden. Diese Zahl liegt am ehesten in meinem „könnte klappen“ Vorstellungsbereich.
  • Naja und die 17:15 Uhr  (= 3:25 – Pace 7:04 –  8,49 km/h) sind an einer 7er Pace angelehnt, die kenne ich von meinen langsamen Bergläufen.

Start

Ich stehe also am Start und zwar schon wieder, wie beim MBH Lauf in Ibbenbüren-Uffeln, viel zu weit vorne. Als ich das bemerke, ist es abermals zu spät, um daran noch etwas zu ändern. Also bleibe ich wo ich bin und nehme mir vor, nach dem Start möglichst wenig im Weg zu sein.

Dieses Mal stehen 764 weitere Läuferinnen mit mir am Start – im letzten Jahr waren es 900 – bedenkt man das Wetter, ist die diesjährige Läuferschaar eine ziemlich gute Ausbeute…

Die Organisatoren denken kurz über eine Verschiebung des Starts nach, weil es anscheinend durch rege Bauarbeitern auf den verschiedensten Autobahnen zu Verspätungen einiger Läufer kommt. Entscheidet sich aber dagegen, denn im Zweifel könne die zu spät Gekommenen auch noch später loslaufen – Nettozeitmessung sei Dank. Hier am Start wäre uns dann auch recht schnell kalt geworden.

Der Schuss fällt und wir laufen los.

Kilometer 1-4

Kilometer-1-4Ich merke ziemlich schnell, dass ich tatsächlich zu weit vorne stand. Die Leute ziehen in Geschwindigkeiten an mir vorüber, in welchen ich noch nicht mal einen 10 km Lauf bestreiten könnte…

Ich halte mich rechts und lasse die anderen laufen wie sie wollen – auch wenn ich mich nicht so ganz dem Sog entziehen kann.

So laufe ich die ersten beiden Kilometer in 5:26 (11,04 km/h) und 5:23 (11.15km/h) nicht viel aber doch ein bisschen zu schnell… ich schaue mir meinen Puls an. Dieser tickt immer mal wieder die 80% und sogar die 85% der HFmax an. Das ist zu viel an dieser Stelle…

Wir sind Wirtschafts- und Feldwegen mit groben Steinen und großen schlammigen Pfützen unterwegs, hier ist es viel schwerer zu laufen, als man sich das auf der Streckenkarte vorstellt, das Ausweichen der tiefen mit grauem Wasser gefüllten Pfützen kostet Energie und treibt den Puls in die Höhe.

Aber was soll man da tun, der Weg ist nicth zu ändern.

Ich fühle mich wohl und beschließe mehr auf die Pace zu achten und weniger auf den Puls – vielleicht merke ich ja früh genug, wenn ich langsamer machen sollte, auch ohne Pulsuhr – also wird ab sofort nur noch die Pace ins Visier genommen und der Puls weitestgehend ignoriert. Im schlimmsten Falle rufe ich bei Kilometer 12, in Bad Iburg, meine Frau an und lasse mich abholen (mein Handy habe ich dabei).

Kilometer 4-12 – auf den Berg

Kilometer-4-12Nun geht es bergan. Es ist weniger matschig als befürchtet, dafür hat‘s mehr Steine im Weg. Nun gut. Das ist zumindest einfacher als im Matsch zu rennen.

Die Stimmung hier im Wald ist übrigens großartig: Kein Wind, der Dunst hängt zwischen den Bäumen und die Luft schmeckt nach Moos und welkem Herbstlaub. Herrlich.

Wir Läufer ziehen gleich einer lange Raupe die den Berg hinaufkrabbelt, ein Anblick den ich schon aus den letzten Jahren kenne. Nur lief ich dort lediglich 12 Kilometer – was bedeutete, ich konnte jederzeit an meine Grenzen gehen und lief nicht Gefahr nicht im Ziel anzukommen, denn 12 Kilometer kann man im Grunde komplett auf der letzten Rille laufen.

Heute ist das etwas anderes, denn wenn ich mich hier am Anfang zu sehr überanstrenge, kann das bedeuten, dass meine Kondition bei Kilometer 20 oder so, in die Knie geht. Also konzentriere ich mich auf meinen Lauf und vor allem auf meinen Körper – und, was soll ich sagen – es geht gut. Das Laufen funktioniert besser als befürchtet, jetzt wo ich meinen Puls ignoriere  habe ich den Eindruck, dass ich so noch ewig weiterlaufen könnte… (oder mache ich mir was vor!?)

Ungefähr ab Kilometer 5,5 (es ist immer noch sehr steil) fange ich aber dennoch an zu gehen – eine reine Vorsichtsmaßnahme, denn ich merke, dass ich  angestrengter laufe.

Das ist schon lustig: Eben weil ich früher aufgehört habe als viele Andere, gehe ich nun schneller, schneller als viele der Laufenden, die vor sich hinschnaufen, wie alte Dampfrösser… Merke: ich kann schneller gehen als andere Laufen.

Warm. Langsam wird mir richtig warm. Ich gehe übrigens immer noch – der Anstieg wird wohl noch 200-300 Meter andauern.
Ich beschließe, meine Handschuhe loszuwerden. Weil ich die aber keine 25 Kilometer in den Händen halten will, stopfe ich sie mir kurzerhand ins Hemd, – sollen die anderen doch denken, ich sei pummelig…

Weitere hundert Meter später wird mir klar, dass ich die Jacke ebenfalls loswerden will – viel zu warm. Also zuppel ich sie mir vom Körper – doof nur, dass ich meine Startnummer an ihr festgesteckt und meine Uhren über die Ärmel gebunden habe… Also Uhren und Startnummer losgetüddelt, Jacke ausgezogen und um den Bauch gebunden Uhren und Startnummern wieder an mir (also am T-Shirt) befestigt. Keine Ahnung wie ich das ohne dritten Arm schaffe, aber es geht irgendwie.
Das Ganze  passierte natürlich während ich ordentlich ausschreite (gut, ich laufe nicht – es geht immernoch bergauf). Diese Umgestaltung geht übrigens ohne größere Verletzungen vonstatten wenngleich mein Gezappel wohl ein bisschen komisch aussieht. Es fehlt eindeutig ein dritter Arm…

Auf der Kuppe angekommen, war ich endlich umgruppiert und wieder zum Laufen bereit.

Bei Kilometer 6 gibt es die erste Tränke, dank 100-Meter-Vornwarnschild gelingt es mir, mir ein Dextro einzuverleiben und direkt im Anschluss ein Becher Wasser hinterherzugießen.

Der Kamm auf dem wir uns nun befinden, ist so wie ich ihn kenne, nur eben stärker bevölkert und wesentlich matschiger. An einigen Stellen gibt es kurze Umleitungen, wo der reguläre Weg zu arg verschlammt ist. Ich realisiere, dass es schon seit mehreren Kilometern nicht mehr regnet – was wohl auch der Grund für die Wärme sein könnte.

Kilometer 7 | Im Wald

Kilometer 7,3 | bergan

Kilometer 7,5 | nach dem Anstieg ein Hexenhäuschen…?

Ich laufe nun mit einigen Leuten zusammen, die mich und welche ich immer mal wieder überhole(n). Das bringt die Streckenführung so mit sich, wenn es hart bergab geht, hab ich mit meinen Schuhen echte Vorteile und kann mich (wohl auch wegen meines Gewichts) rollen lassen. Andere ziehen gern bergan an mir vorbei. Ich slebst lasse die Steigungen etwas vorsichtiger angehen – es fehlen ja noch gut 20 Kilometer der zu absolvierenden Strecke. Ein lustiger Mann mit riesigen Kopfhörern zieht immer mal in sehr hoher Geschwindigkeit an mir vorbei, nur, um sich dann, nach ein paar hundert Metern wieder von mir einsammeln zu lassen. Interessante Tempoeinteilung…

Meine øPace pendelt so zwischen 5:58 (10,06 km/h) und 6:04 (9.89 km/h). Damit bin ich zufrieden. Die aktuelle Pace pendelt  zwischen (bergauf) 6:30 (9,23 km/h)  und (bergab) 4:30 (13,33 km/h) – und das sind keine digital verkruselten Werte – die Zahlen passen sehr gut zu den Streckenbegebenheiten.

Kilometer 8 oder 9 | auf dem Kamm – er kann auch eben sein und ohne Matsch

Auf dem Kamm ist es übrigens weiterhin windstill, so dass ich meine Jacke lasse, wo sie ist und weiter im T-Shirt laufe. Nur meine Mütze bleibt auf dem Kopf, denn wenn man so wenigen Haare hat wie ich, dann kühlt das Köpfchen gerne aus und ich merke, dass ich ohne Mütze nicht laufen wollte.

Kilometer 10 | Wald Wald Wald… – die Pfeile weisen den Weg. (Während des Teutolaufs war der Weg noch besser zu erkennen.)

Wir lassen den Kamm links  liegen, welcher sich noch ein wenig weiter erhebt und laufen nun auf klassischen Waldwegen mehr oder weniger eben weiter.

Dann, endlich, ungefähr bei Kilometer 11, geht es langgezogen nach Bad Iburg hinunter. Ich kann auf dem steinigen Weg schön rollen und überhole und den einen oder anderen.

Kilometer 11 | runter nach Bad Iburg (die erwähnten Steine befinden sich nun unterm Laub)

Das ich das kann, liegt wohl eher an meiner derzeitigen Trittsicherheit, als an einem Übermaß an Kondition und ist wohl meinen Schuhen geschuldet.

Kilometer 12 | Ein kurzer Blick auf das Schloss von Bad Iburg

Besonders die Läufer mit Straßentretern haben hier auf dem sehr groben Schotter auf felsigem Boden echte Schwierigkeiten.

Wir laufen gerade zu auf das Schloss Bad Iburg und biegen links ab in Richtung „Waldpark“, dem Kurpark von Bad Iburg.

Kurz vor Ende  der Bergabpassage kommt wieder das „noch 100Meter“ Schild. Ich nehme ein  Dextro zu mir (verdammt! das Zitronen-Gel schmeckt echt gut – wie das Zitroneneis aus meiner Kindheit – nur in warm). Anschließend trinke einen Becher Wasser, um meinen Mund zu entkleben.

Bis hierher kannte ich den Weg. Ich bin gespannt was jetzt noch kommt.

Ein kurzer Check meines „Laufsystems“ sagt mir – alles ist im grünen Bereich. Sollte ich mir mit diesem Lauf zu viel aufgebürdet haben, so ist jetzt noch nicht der Ort an dem ich aussteigen muss. 🙂

Kilometer 12-19 – Neuland

Kilometer-12-19

Kilometer 12,8 | der „Waldpark“ von Bad Iburg

Der Weg schlängelt nun durch einen kleinen Park, rechter Hand befindet sich ein Wassertretbecken und vorbei an dem Fitnessraum eines Hotels – man kann Leuten auf einem Laufband zuschauen – was die wohl von den Läufern denken? Es hat was von einem Zoo…

Kilometer 12,9 | man könnte sich die Füße kühlen…

Aber genug der Humanbetrachtungen – wir laufen weiter, es geht nun eine recht steile Schotterstraße hoch und es beginnt die „Himmelsleiter“.

Kilometer 13,8 | Hier geht’s zur „Himmelsleiter“

Ein schmaler sehr steiler Weg, der in Stufen hinauf auf den Urberg führt. Hier kommen wir nur – wie ich schon dachte – langsam und im Gehschritt voran, der Weg ist einfach zu schmal. Von hinten drängelt sich ein älterer Herr an uns vorbei – „Diakonie“ irgendwas steht auf seinem Hemd – “tsts, wir könnten hier doch alle schneller laufen mein Herr… sind bloß höflicher als Sie…” denke ich mir, und lasse ihn passieren.

Kilometer 13,85 | Die Himmelsleiter

Als die Treppe zu Ende ist und es auf einem herrlichen Nadelwaldboden über Wurzeln weiter aufwärts geht, überholen sämtliche Läufer den, offensichtlich von der Steilheit überforderten älteren Herrn…

Nun ja. Manchmal geht es einfach mit uns durch…

Ach ja, die Strecke ist nun unglaublich toll zu laufen, und ich muss mich zusammennehmen, um nicht dem „Diakonieherrn“ nachzueifern.

Kilometer 14 | nach der Himmelsleiter

Wir laufen mal auf einem großartigen schmalen Nadelwaldtrail, mal im Laubwald, immer über viele Wurzeln. Meist laufen wir  herrlich auf den Kamm entlang, manchmal ist es nur ein schmaler Grad. Dann geht rechts und links und bergauf und bergab – und wir? Wir zockeln deise Wege im Gänsemarsch entlang, man kann es kaum laufen nennen.  Das ist ein bisschen schade. Es gibt keine

Kilometer 14,3 | schmal aber toll

Möglichkeit zum überholen ohne die Vordermänner und -frauen zu behindern oder gar gefährden. Aber das ist nun einmal so, wenn man nicht auf breiten Straßen läuft.

Als der Weg endlich, endlich breiter wird, kann ich mich nicht mehr zusammennehmen und sprinte an den  nächsten 5 bis10 Läufern vorbei. Ich hüpfe von Wurzel zu Wurzel und es gelingt mir, nicht lauthals zu johlen. Herrlich! Genau das habe ich immer wieder im Hüggel (zwischen Hasbergen und Hagen) geübt. „Diese Strecke muss ich noch einmal laufen – allein“ denke ich mir und rase weiter. Vielleicht bin ich ein bisschen zu schnell, aber was soll’s…:-D

Kilometer 15, 66 | bergab am Hotel Urberg vorbei…

Bei Kilometer 15-16 geht es einmal kurz über Teerstraßen am Hotel Uhrberg vorbei. Eine angenehmen Abwechslung, meine Füße, wie die Konzentration können sich erholen und entspannen ein wenig. Kurz vor dem nächsten „Eintritt“ in den Wald gibt’s eine Verflegungsstation.

Auf ein Neues könnte man sagen, und ja, dieser 2. auch trailige Teil ist um keinen Deut schlechter als der Erste.

Kilometer 16,3 | über den „Schmuggelpattken“

Kilometer 17 | So könnte es weitergehen…

Kilometer 19 | auch nicht schlecht – aber bald geht’s wieder bergan

Als diese tolle Strecke leider vorüber ist, geht der Lauf eine Weile auf einer kleinen Straße weiter. Wir laufen vorbei an Gehöften und Ländereien – gut 3,5 Kilometer geht und ausschließlich bergab. Das ist schön. Das Auge hat etwas zu tun – denn die Landschaft ist angenehm abwechslungsreich und die nun langsam doch müde werdenden Knochen nehmen das schnelle aber gleichmäßige und vor allem unkomplizierte Bergabrollen dankend an.

Interessanterweise bin ich noch immer mit denselben Leuten unterwegs. Immer wieder sehe ich mir nun bekannte Gesichter. Wir haben uns also gut sortiert, wie es scheint.

Hier noch ein paar Impressionen vom Urberg:

Teil 1:

Kilometer 14,35 | Yeah, Yeah Jippie Yeah!

 

auf dem Urberg – Man könnte sich ausruhen und die Aussicht genießen…

Laubwald kann schön sein.

Über Wurzeln den Berg hoch

Bitte folgen Sie der Ausschilderung… 😀

Teil 2:

Das macht Spaß…

 

Kilometer 19-23 – der letzte Anstieg

Kilometer-19-23Natürlich, es kommt wie es kommen muss, das schöne Abwärtsgleiten geht vorbei und der letzte Anstieg beginnt bei Kilometer 19. Erst geht es moderat in kleinen Wellen auf einen Waldweg entlang.

Kilometer 19,5 | Der Waldweg – und auch wenn es an dieser Stelle anders aussieht – meist ging’s hier bergauf.

Dann laufen wir einen reichlich matschigen Wiesenweg hinauf.

Toll ist, ich habe noch Puste. So sammle ich einen nach dem anderen ein. Zockle wie ein alter Traktor gleichmäßig laufend den Berg hinauf. „Ob die mehr wissen als ich und absichtlich langsam laufen?“ denke ich. Aber als ich aber auf die Atemgeräusche der Mitläufer/innen achte, ist klar, dass viele von diesen einfach nur nach Luft japsen und in diesem offensichtlichem Mangel der Grund für ihre langsame Geschwindigkeit ist. Gut, nun trennen sich wohl unsere Wege.

Kilometer 21 | drei Wochen später hat sich der Wiese erholt – kein Matsch mehr zu sehen…

Bei Kilometer 21 geht es noch einmal (kurz) steil bergab.

Sehr steil und auf einer extrem matschigen Wiese. Mein Herz grinst und mein Gesicht tut es ihm nach. In der Mitte lassen die sehr langsamen Spazierläufer/innen eine Notfallgasse.
Ich bin zwar nicht gerade ein Notfall aber ich laufe wie einer – schnell und unaufhaltsam! Somit darf ich sie wohl nutzen.

Ich liebe meine Schuhe. Wirklich! Ich ziehe mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit an meinen Mitläufer/innen vorbei und jeder Schritt sitzt wie mit echten Spikes gelaufen. Groß! Das ist ganz groß und tut sehr gut. Die Salomon waren eindeutig die richtige Wahl für den heutigen Tag.

„Ein kurzer Abstieg“ nennt sich so, weil er eben kurz ist. Nach nur 500 Metern ist der Spaß vorbei. Es geht über eine Straße und dann wieder hinein in den Berg und hinauf zum Kamm.

Kilometer 22 | Da soll es dann wohl hoch gehen…

Kilometer 22,4 | hoch und höher und wirklich steil…

Bergan laufen geht aber dennoch nur eine Zeitlang gut und ich lege eine Gehpause ein – es ist aber auch sehr steil. Nur kurz, um mich zu erholen.

Ich merke mal wieder, dass ich schneller gehen kann, als die meisten – nein, sogar als jeder vor mir – denn hier läuft nun keiner mehr, ich war der Letzte der das Laufen eingestellt hat. Geht es mir den noch so gut im Vergleich zu meinen Mitläufer/innen?

Nach wenigen Metern ist der Anstieg etwas moderater und ich beginne mit einigen anderen wieder loszutraben.

Dies ist der letzte echte Anstieg. Hier hat sich meine øPace auf 5:50 (10,29 km/h) reduziert. “Das geht.” Denke ich, und: “Da geht noch ein bisschen mehr.”

Kilometer 23-29 – jetzt geht’s ab!

Kilometer-23-29Wir befinden uns nun wieder mitten im Wald.“ Laubmischwald“ nennt man das wohl, aber dafür habe ich nun keine Augen mehr. Ich befinde mich in einem Tunnel und ich will diesen letzten Anstieg laufend zuende bringen.

Kilometer 23 | wieder oben.

Langsam sammle ich Leute ein, und es werden immer mehr. Selbst dieser nunmehr schwache Anstieg scheint den meisten zuzusetzen. Natürlich ist es gerade hart weiterzulaufen, dieses Rennen ist an dieser Stelle auch mich kein Witz mehr – aber ich kenne wieder den Weg und ich weiß, dass es bald nur noch bergab geht – zumindest eine Zeit lang. Das ist dann wohl das Ergebnis von “gut eingeteilt” und Heimvorteil, denn ich weiß, dass ich mir keine Körner mehr aussparen muss.

Ich schaffe es, meine Pace ab Kilometer 23 wieder unter 6:00 (10 km/h)  zu drücken. Auf  5:45 (10.43 km/h) , 5:30 (10.91 km/h) , 5:15 (11.43 km/h)  steigt die Geschwindigkeit auf meiner Uhr und langsam aber sicher geht auch meine Durchschnittspace auch nach unten.

Das ist toll, ich fühle mich leicht – noch ist kein Einbruch abzusehen.

Kurz nach dem 25. Kilometer geht es dann in den Hohlweg. Den Hohlweg, welchen es auf dem 12er (Waldlauf)  herunterzufliegen gilt.

Jagut, fliegen will und kann ich jetzt nicht mehr, aber es geht sehr zügig voran. Man merkt förmlich, wie es die Läufer nach Hause ins Ziel zieht. Hier bremst niemand merklich aus und es geht mit einer Pace unter 5:00 (12km/h)-4:45(12,63 km/h) bergab. Das ist, in Anbetracht der bisherigen 25 Kilometer wirklich schnell.

Der Hohlweg ist wie immer wunderbar weich, und mäandert herrlich in Tal. Selbst jetzt, mit meinen nun doch müden Beinen, ist es eine wahre Wonne hier zu laufen. Jede Kurve fängt den Schwung des vorherig steilen Stücks auf. Zum Schluss ergießen wir Läufer uns förmlich auf einen geteerten Waldweg, der später immer ebener wird und uns – nach  einem Abbiegen nach Rechts gen Lengerich führen soll.

Nun befinden wir uns am Fuße des Berges. Es sind es noch 2 Kilometer auf geteerten Wegen zu laufen.  Meine Uhr zeigt mir eine øPace unter 5:50 (10,29 km/h) an – das soll so bleiben! Also versuche ich das Tempo mit welchem ich aus den Berg rolle zu halten. Zuerst gelingt mir das ganz gut – Kilometer 27: 4:46 (12.59km/h), und ich sammele viele Mitläufer/innen ein. Dann – auf dem letzten Kilometer – führt die Straße leicht bergan. Und diese sanfte Steigung macht mir das Laufen schwer. Mein Körper sagt mir – wie schon bei meinem letzten 10er Wettkampf – „das muss doch nicht sein. Mach langsam, du kommst in einer Pace unter 5:50 (10,29 km/h) an, was willst du mehr?“  Ich sehe auf meine Uhr, sehe wie meine Pace über die 5er Marke rutscht und werde grantig! Nein! Das geht so nicht! Ich höre schon den Kommentator des Zieleinlaufs! Gleich! Gleich geht es wieder bergab!

In einem letzten Kraftakt ziehe ich noch einmal das Tempo an und stürze mich auf den letzten 500 Metern in einem (zugegeben recht kleinen) Endspurt ins Ziel!

Zieleinlauf

Mein Zieleinlauf (Foto: Lutz Schiewe)

Im Ziel

Angekommen muss ich mich ersteinmal ein bisschen erholen. Ich merke, wie sehr  mich dieser Lauf beansprucht hat. Ich trabe also zum Weizenbierstand (auf Laufveranstaltungen ist es üblich, an die Läufer kostenlos ein alkoholfreies Weizenbier auszuschenken) und nehme mir ein Bier. Mit diesem in der Hand, trabe ich noch ein bisschen herum (erstaunlich, dass ich dabei nichts verschütte) verfalle ins Gehen und suche und finde meine Frau und meine Freunde.

Die Paceangaben auf meiner Uhr waren ein wenig schlechter als die echten. Das Liegt daran, dass  ich die Uhr ca. 10 Sekunden zu früh startete. Sie rechnete also die ganze Zeit 10 Sekunden herumstehen mit ein…  – wie schön, wenn man sich so gut betrügen kann…

Ein paar Zahlen zum Schluss:
Ich lief 29 Kilometer und 600 Höhenmeter in einer Zeit von 2:44:57.
Das entspricht  einer Pace von 5:41min/km bzw. 10.56km/h. Das ist das offizielle Endergebnis.
Ich lief mit einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 162 bpm (84%/HFmax) und hatte einen maximalen Herzschlag von: 183 bpm (95%/HFmax)
Wer den Lauf als Strecke sehen möchte: https://runalyze.com/shared/i6sy

Fazit:

Ich habe es geschafft, mir meine Luft während des Laufs gut einzuteilen, so dass ich jeden Meter genießen konnte und dennoch mit einer Zeit ins Ziel stürmte, mit der ich nicht so richtig gerechnet habe. Schön.

Das einzige kleine Manko ist, dass meine Pulsband auf dem letzten 5 Kilometer Mist gemessen hat. Was schade ist, denn ich wüste gerne, wie sich dort mein Puls entwickelte. Nuja. Ansonsten ein rundum gelungener Tag mit einem tollen Lauf.

Der Teutolauf hat nicht ohne Grund einen solch guten Ruf. Leute die sowohl diesen, als auch den Herrmanslauf liefen, sagen oft, der Teutolauf sei der schönere (und der Anspruchsvollere). Letzteres kann ich nicht beurteilen, ich fand diesen Lauf – sowohl technisch als auch konditionell – schon sehr anspruchsvoll, aber machbar.

Nun habe ich lediglich einen Marathon als Vergleich für diesen Lauf. Konditionell, würde ich sagen, dass mich der Marathon stärker forderte, allerdings war ich im Jahr 2014 als ich den Hamburgmarathon lief, auch nicht so gut vorbereitet wie ich es heute war. Interessanter war aber dieser hier.

Ich denke, dass mir, meine häufigen Waldläufe mit verhältnismäßig viele Höhenmetern sehr geholfen haben. Wäre ich nur auf der Straße unterwegs, wäre ich (bei gleichem Leistungsniveau) den Lauf vorsichtiger angegangen und hätte ihn wohl auch – aber  langsamer – erfolgreich beendet.

Der Teutolauf ist, ganz eindeutig, wesentlich spannender und unterhaltsamer, als ein Marathon. Vielen, vielen dank, für die außergewöhnlich gute Organisation und die außergewöhnlich tolle Strecke, lieber Mitglieder des TV Hohne, Helferinnen und Helfer.

Weitere Infos: www.teutolauf.de

3 Gedanken zu „20. Teutolauf – 29 Kilometer über Berg und Tal | am 17.10.2015

  1. M.W.

    Hey,

    vielen Dank für den tollen Bericht. Er hat mir einen sehr guten Eindruck davon vermittelt, was mich im Oktober erwartet. Eigentlich wollte auch ich in Münster meinen ersten Marathon laufen. Da das terminlich nicht klappt, habe ich mich für den Teutolauf angemeldet und dein Text erhöht die Vorfreude wie die Spannung gleichermaßen.
    Falls Du noch Eine Empfehlung für mich hast, wo ich gute Bergläufe traineren kann, wäre ich sehr dankbar. Die Strecken sollte mit dem ÖPVN leicht erreichbar und ohne große Orstkenntnisse zu finden sin. In Münster ist nicht so viel mit Bergen…

    Also besten Dank und schöne Grüße

    Antworten
    1. Dirk Mochalski Artikelautor

      Hallo M.W. tut mir leid, dass ich erst jetzt antworte, irgendwie war mir dein Kommentar untergegangen :o) – und das bei der Menge an Kommentaren hier – ein bisschen peinlich… Sorry.

      Ich bin mir nicht sicher ob ich dir vernünftige Tipps geben kann, denn ich fahre oft mit dem Auto in den Teutoburger Wald (mal nach Lengerich, mal nach Bad Iburg, mal nach Tecklenburg usw.) und laufe dort dann meist auf dem Hermannsweg (der ist angenehm gut ausgeschildert).
      In der Nähe von Osnabrück kann man lediglich auf dem Piesberg (finde ich persönlich nicht so dolle), oder auf dem Hüggel (oberhalb von Sutthausen) Höhenmeter sammeln und gleichzeitig im Wald laufen.

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  2. Pingback: Teutolauf 2016 – So, macht Laufen Spaß… | Umschweife

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