Polar Vantage V – Erste Eindrücke

Da liegt sie nun vor mir auf meinem Tisch, die neue Polar Vantage V.

Ich kaufte sie in schwarz, ganz klassisch, weil ich sie  – wie eine normale Uhr – zu jeder Gelegenheit tragen möchte.
Schön finde sie. Wirklich schön und sehr edel.

Ich werde mich wegen ihr von meiner Garmin Forerunner 935 trennen. Ich mag das Garminkonzept nicht so sehr, und ich habe den Eindruck, dass die Garmin Forerunner 935 an manchen Stellen nicht so richtig gut funktioniert – z.B. bei der Höhenmetermessung.
Auch die vielgepriesene Genauigkeit des Garmin-GPS kann ich nicht bestätigen, ich finde, sie ist bestenfalls akzeptabel. Ich kenne Uhren mit besseren Messungen.
Wobei, wenn ich “besser” schreibe, meine ich damit gleichmäßiger, denn im Grunde ist es mir egal, wie lang die gemessenen Strecken tatsächlich sind, wenn die Messungen nur vergleichbar sind. D. h. wenn auf derselben Strecke immer die gleichen Kilometerangaben herauskommen. (Natürlich wäre es zudem schön, wenn die Messungen etwas mit der Realität zu tun haben – aber man sollte seine Wünsche klein halten.)

Wie gesagt, ich habe den Eindruck, dass es in diesem Sinne genauere Uhren gibt. Meine (beiden) Polar V800 (welche leider das Zeitliche segneten) wären da ein Beispiel und meine alte Garmin XT 310 – die aber andere Macken hatte und groß wie ein Ziegelstein war… – dafür läuft Sie heute noch… tja, die Sache mit der Haltbarkeit…

Ein kurzer Rückblick

Als meine zweite Polar V800 Mitte 2017 kaputt ging, wollte ich mir keine weitere V800 kaufen, denn ich hatte den Eindruck, dass sie nicht mehr Up to Date sei – anders ausgedrückt: Der damals aktuelle Preis war mir zu hoch für ein Auslaufmodell. Dass dieses Auslaufmodell noch ein weiteres Jahr “auslaufen” würde, konnte ich mir nicht vorstellen.

Da Polar schon zu diesem Zeitpunkt – wie gesagt, Mitte 2017 – seit langem mit einem neuen Highend Modell auf sich warten ließ, ging ich fremd. Ich ging zurück zu Garmin. Ich ging zurück zu Garmin, obwohl schon die Fenix 2 – welche ich ebenfalls besaß und welche die ebenfalls kaputt ging – bei mir die Meinung erweckte, dass es bei Garmin eher um das möglichst schnelle Herausbringen immer neuer Modelle geht, als darum, gute Qualität zu produzieren.
Zumindest hatte ich den Eindruck, dass die Fenix 2 bei den Messwerten die sie produzierte, stark abfiel, wenn man sie mit der alten Garmin XT 310 verglich. Auch, dass der Akku der Fenix 2 nach ziemlich genau 2 Jahren den Geist aufgab, während die XT 310 noch heute problemlos Ihren Dienst tut, wirkt wie ein Indiz, das meine Meinung nicht auflösen mag, sondern eher bestärkt.
Aber das ist natürlich sehr subjektiv, denn ich habe keine größere Vergleichsstudie auf die ich vorweisen könnte. Es gibt nur die Erfahrungen mit meinen paar Uhren.

Weil das so ist, und die Rahmendaten der Forerunner 935 (und vor allem das Gewicht) mir außerordentlich gut gefielen und weil mir zudem ein barometrischer Höhenmesser wichtig war (wegen meiner vielen Läufe in den Bergen) gab es im Grunde kein anderes Modell, das infrage kam.
Die Garmin 935 hatte alles was ich wollte und noch vieles mehr. Durch die Apps (von denen es mittlerweile tausende gibt, wurde sie multifunktional und durch die Wechselarmbänder wurde sie zudem zu einem Modegaget.

Aber, wenn man alle Spielereien ausprobiert und jede App geladen und gelöscht hat, bleibt von dieser Uhr unterm Strich eben doch nur eine Laufuhr übrig.

Die Modeaplikationen – also die Apps fürs Uhrlayout und die feschem Armbänder nutzte ich dann letztendlich doch nicht wirklich. Dafür empfand ich die Funktionalität der Uhr eher als mittelmäßig. Schon die Tiefe der Menüstrukturen durch die man sich durchklicken muss, um ein paar Kleinigkeiten zu ändern, brachten mich regelmäßig an den Rande des Wahnsinns. Klar, für die Menge der Möglichkeiten sind die Strukturen auf der Uhr sehr gut geführt, aber das ändert nichts an den tiefen der Strukturen und m. E. viel zu umfangreichen Funktionen.
Und die Apps, welche wirklich einen läuferischen Mehrwert für mich hatten, hielten sich in Grenzen. Letztendlich waren es die Stryd App und eine App mit der man sich die genaue aktuelle Pace anschauen konnte (im Original zeigt die 935 die Pace in 5 Sekunden Schritten an).

Dazu kommt – und das ärgert mich wirklich – Garmins Onlineportal, welches sich in meinen Augen zur Analyse der Sportdaten nur schlecht eignet. Zumindest nicht, wenn man das aufgeräumte und durchdachte Portal von Polar kennt oder sich einmal in der Detailverliebtheit von runalyze umgeschaut hat. Gut, runalyze kann man auch mit den Garmin Daten benutzen, aber ich vermisste doch das Portal von Polar, weil man dort so herrlich per Klick bzw. Markierung einzelnen Passagen der Läufe auswerten kann.

Zurück zur Polar Vantage

Nebeneinander vereint, die Garmin Forerunner 935 (r) und die Polar Vantage V (I)

Da liegt sie also nun auf meinem Tisch. Schön sieht sie aus, das Metallgehäuse wirkt sehr edel und die Anzeige irgendwie kristallklar.
Man merkt, dass Polar auf einen Designer an die Uhr gelassen hat. Sowohl ans Äußere als auch an die Software.
Und ich hoffe, dass das Design nicht zu Lasten der Funktion geht, denn immerhin ist Polar ein eher geschlossenes System – anders als bei Garmin, wo man sogar auf  die Systemdateien der Uhr zugreifen kann.

Man hat bei Polar also nicht, wie bei Garmin, die Möglichkeit etwas zu verändern oder sich mehr Funktion durch eine App zu holen, die irgendein begabter Mensch geschrieben hat. Man muss nehmen, was Polar bietet.
Dafür funktionierte alles (zumindest war das bei meiner V800 so) irgendwie besser.

Und genau auf diesen Eindruck “alles funktioniert besser” hoffe ich auch bei der Polar Vantage V.

In Betrieb nehmen…

Als ich sie einschalte, will sie die üblichen Informationen von mir wissen. Der einzige Unterschied zur Garmin ist, dass sie mir anbietet, dass ich die Infos auch bequem per Handy oder Computer eingeben kann. Will ich aber nicht – die Eingabe an der Uhr soll mir reichen.

Erste Eindrücke

Die Tiefe der Menüs der Uhr halten sich in Grenzen (höchstens 4 Ebenen). Das ist so, wie ich es auch schon von der Polar V800 kenne. Das liegt einerseits daran, dass Polar auf Schnickschnack wie frei programmierbare Apps (wie Garmin sie hat) verzichtet.
Auf der anderen Seite liegt das aber auch daran, dass Polar die Erstellung der Sportprofile in die App des Handys bzw. in Polar Flow ausgelagert hat. Das ist sehr komfortabel und lässt sich wunderbar bedienen. Allerdings, kann man nicht (wie bei Garmin) ein Sportprofil während des Trainings verändern. Außerdem ist man somit gezwungen einen Account bei Polar einzurichten, denn ohne fehlen mit den Sportprofilen, die wichtigsten Einstellungen.

Insgesamt wirkt die ganze Software allerdings (noch) sehr spartanisch.
So, als würde hier und da da noch etwas fehlen, an dem noch gewerkelt wird. Es gehen natürlich keine verweise ins leere, aber man ich ein paar grundfunktionen gewöhnt, die es einfach nicht gibt. Wie zum Beispiel eine Stoppuhr oder ein Timer.
Bei der V800 war es auch so, dass da im Laufe der Zeit immer noch etwas hinzu kam. Ich denke (und hoffe auch), dass das in diesem Falle ebenso ist.

Der Touchscreen kommt mir ein bisschen überflüssig vor, weil man ohnehin (fast) alle Inhalte bequem mit den Knöpfen erreichen kann und bei den Inhalten, die nur über den Touchscreen zu erreichen sind, sehe ich  keinen Grund weshalb das zwingend so sein muss. Außerdem wüsste ich nicht, welchen Mehrwert ein Touchscreen  auf einer Uhr bringt. Nicht wirklich.
Aber nun gut, das ist wohl gerade in. Gut ist, dass er sich beim Sporttreiben ausschaltet, so dass Tropfen oder versehentliche Berührungen keinen Schaden anrichten können.

Die Knöpfe kommen mir – im Vergleich zur Garmin ein bisschen schwergängig vor. Aber ich denke, das ist eher eine Sache der Gewöhnung, als kein echtes Manko, denn sie haben eine sehr gute Haptik und einen klaren Druckpunkt (was bei einer Laufuhr nicht zu unterschätzen ist).

Schnell und einfach ist die Uhr eingerichtet und das erste Sportprofil “Laufen” gestaltet. Kurz mit dem Handy synkronisiert und es kann losgehen.

Der erste Testlauf

Sieht auch beim Laufen gut aus.

Beim ersten Testlauf zeigt sich, dass das Display schön scharf ist und ordentlich Kontrast bietet.

Dennoch wünsche ich mir, man könnte das ganze „invertieren“, so dass der Hintergrund weiß und die Zahlen schwarz sind, denn dann wäre der Kontrast um ein Vielfaches erhöht. Das wünscht man sich ja beim Laufen doch – oder? Viel Kontrast, damit die erschöpften Augen die Daten leichter lesen können. Design ist ziemlich egal, wenn die Funktion fehlt oder dadurch minimiert wird. Die Form sollte der Funktion folgen und nicht umgekehrt.

Weil die Anzeige aber dennoch wirklich ordentlich ist, ist der schwarze Hintergrund nicht ganz so schlimm. Der leichte Wunsch nach mehr Kontrast durch Invertierung bleibt aber bestehen und setzt sich fest.

Licht?

Leider kann man bei der Uhr (derzeit?) das Licht nicht dauerhaft einschalten. Was jetzt im Herbst schon echt blöd ist. Zumindest mich nervt es, wenn ich das Licht jedes Mal einschalten muss und aufs Display schauen zu können.

Ein Licht, das dauerhaft eingeschaltet bleibt wenn man es möchte, ist m. E. Pflicht! Polar. Echt jetzt Ma!

Zu den Messungen

Streckenmessungen

Der erste und zweite Lauf mit der Polar sind (im Vergleich zur Garmin 935, die ich gleichzeitig am anderen Arm trage) ganz ok, aber auch nicht wesentlich besser. Allerdings habe ich ja auch keine Vergleichsmessung mit der Polar.

Bei Rot sollst du stehn.

Bei Grün sollst du gehn…

Dazu kommt, dass ich beim ersten Lauf, nicht verstanden hatte, dass das kleine Zeichen mit einem Pfeil drauf anzeigen soll, ob die Uhr GPS hat. Sie hat es, wenn das Zeichen grün umrandet ist. So stimmt die gemessene Strecke nicht wirklich mit der gelaufenen überein.

Bei meinem zweiten Lauf habe ich es verstanden und wundere mich ein bisschen, dass die Polar ungefähr 20-30 Sekunden länger braucht als die Garmin, um die Satelliten zu finden.

In beiden Fällen ist die aktuelle Paceanzeige ordentlich – aber nicht so ruhig wie die  der Garmin. Allerdings hat die Garmin auch einen Stryd Pod, der sie unterstützt.

Leider muss ich feststellen, dass das immer noch nicht lang ist, denn bei meinem 3. Lauf warte ich geschlagene 3 Minuten auf die GPS Con­nec­tion.

Das empfinde ich eindeutig als zu lang!

Mein vierter Lauf ist dann gleich ein Wettkampf. Der Steinhart 500 bei welchem es durch einen Wald mit nominell 500 Höhenmetern einen Marathon (oder mehr) zu bestreiten gilt.

Einmal mehr (und wohl zum letzten Mal) trage ich beide Uhren. Dort bin ich erstaunt, dass die Polar tatsächlich eine kürzere Strecke misst als die  Garmin – bisher  war das immer anders herum. Die Garmin misst 41 Kilometer und die Polar tatsächlich nur 40,01. Tatsächlich sind die einzelnen Runden (formal sollen es 14 km sein) fast gleich groß gemessen: 13,4 km, 13,3 km und 13,3 km maß die Polar und
13,7 km, 13,6 km und 13,7 km die Garmin.
Zwar unterscheiden sich hier die Gesamtstrecken, aber, dass die einzelnen Messungen gleich sind, finde ich gut. denn so sind die Messungen untereinander vergleichbar. Was wichtig für das Training ist.
Ich muss fairerweise aber sagen, dass die Garminwerte ebenfalls gleich sind.

Höhenmeter

Was mich freut ist die Höhenmetermessung, denn die Polar misst zwar weniger Höhenmeter als die Garmin (das war schon bei der V800 so), aber vor allem misst sie in meinen Augen passendere Werte. D. h. sie misst auf derselben Strecke (beinahe) die gleichen  Werte und die Höhenkurven sind dort wo si eim echten Leben auch wirklich waren. Die Garmin ist das wesentlich freigiebiger  und m. E. unpräziser als die Polar.

Auf den Grafiken sieht man die Höhenmeter der Steinhartstrecke.  Es wurden drei gleiche Runden gelaufen und wie man sehen kann, hat die Garmin (mal wieder) Schwierigkeiten mit der Höhenmessung. Auf der ersten Runde misst die Garmin die ersten 5 Kilometer lang völligen Quatsch.

Polar Vantage V – Höhenmetermessung – Steinhart 500

Garmin Forerunner 935 Höhenmetermessung – Steinhart 500

Die Polar liefert nachvolllziebare Höhenmetermessergebnisse.

Stryd und Polar

Ein Erschrecken überkommt mich, als ich bei Polar (und bei Stryd) lesen muss, dass der Stryd-Pod für die Vantage V nicht vorgesehen ist – die V kann ja selbst Watt generieren – heißt es.
Nur hat der Stryd ja ein bisschen mehr gekonnt, als mir meine Leistung zu zeigen – zum Beispiel hilft er unglaublich dabei, die aktuelle Paceanzeige zu beruhigen und auch im Wald unter Bäumen funktionieren zu lassen.

Erleichterung überkommt mich, als ich (vor meinem dritten Lauf) einfach  mal versuche, den Stryd zu koppeln, denn das geht, dass geht sogar sehr einfach. Er lässt sich koppeln und danach werden mir die Stryd-typischen Watt angezeigt (vorher waren die Wattangaben viel höher) und auch die Paceanzeige hat sich beruhigt – sehr sogar – und zeigt im Wald genau die gleiche Pace wie wenn ich im freien Feld laufe. Sehr gut.

Pulsmessung am Handgelenk

Der Pulsmesser von Polar ist schon etwas aufwändiger als die der Garmin. Neben grünen LED gibt es rote und vier Sensoren.

Die Pulsmessung am Handgelenk probiere ich eigentlich nur aus, weil meinem Paket noch kein Pulsgurt beilag. Der kommt erst später.

Chapeau! Da hat Polar etwas richtig gut Funktionierendes gebaut:
Am Handgelenk trage ich die Uhr nicht so fest wie ich befürchtete, dass man sie haben muss. Im Vergleich zu den Messergebnissen mit meiner Garmin 935 (mit Pulsgurt) weichen die Werte so gut wie nicht ab.

Das einzige, was ich an Abweichungen beobachten kann, ist, dass die Pulswerte auf einen Peak hin etwas langsamer ansteigen und danach auch wieder langsamer abfallen.
Ich denke, dass liegt einfach an dem verzögerten Puls im Arm, so dass sich das nicht zu ändern ist.
Außerdem hatte ich den Eindruck, das kurze Peaks, z. B. der Spitzenwert bei einem Intervall, oder die der Spitzenwert beim Bergaufsprint leicht gekappt werden. Wie gesagt, unterwegs kommt mir das so vor. Allerdings finde ich bei meiner Auswertung nur einen einzigen Unterschied in den Zahlen und der befindet sich am Ende eines Laufs. D.h. mein Puls hatte dort noch nicht die Zeit gefunden im Arm auf 164 (Anzeige Garmin) zu klettern, sondern ist nur bis 162 gekommen. Das ist etwas, dass ich leicht verschmerzen kann.

Die Kurven der Polar Vantage V. Rot = Puls

Die Kurven der Garmin. Rot = Puls Dass die Höhenmessung sich hier stärker in die Höhenmessung schiebt liegt an der Höhenmessung nicht an der Pulsmessung.

Ich  war von der Pulsmessung am Arm sehr angetan und wollte in Zukunft häufiger auf den Brustgurt verzichten – ein Verzicht, den ich gut verschmerzen hätte können. Aber dann…

Aber dann kam der Steinhart500. Dort lieferte mir die Polar folgenden Pulsverlauf:

Die Pulsmessung am Handgelenk der Polar Vantage V beim Steinhart 500

Bei Kilometer 29 produziert sie plötzlich unsinnige Werte. So, als hätte sie den Kontakt verloren.

Es kann sein, dass die Uhr tatsächlich den Kontakt verlor, weil ich ungefähr in dem Bereich begann regelmäßig meine Arme auszuschütteln. Aber das sollte sie m. E. abkönnen, denn sonst ist die Pulsmessung unbrauchbar.

Vielleicht könnte man ihr noch zugute halten, dass ich unterwegs den Eindruck hatte, die Polar säße ein bisschen locker am Handgelenk. Ich befand aber, dass sie während der letzten Läufe auch keine Probleme machte und ignorierte den Umstand.

Ich werde das wohl noch einmal im Auge behalten.

Einen Nachteil hat die Messmethode von Polar, sie ist offensichtlich stromhungrig:
Wenn man auf dauerhaft gemessene Werte steht, also, die Pulsmessung im normalen Leben mitlaufen lässt, muss man die ihr spätestens jeden 2. Tag Strom geben, denn die aufwändige, dafür aber gut funktionierende Pulsmessung benötigt viel Strom.
Ohne Dauerhafte Pulsmessung hält sie (mit Laufeinheiten) gut eine Woche durch.

Was noch aufgefallen ist:

Licht an per Armbewegung

Die Uhr schaltet das Licht automatisch an, wenn man den Arm so dreht, dass man draufschauen kann. (Dies tut die Uhr natürlich nicht während man Sport treibt)

Das ist ein lustiges Feature das bei meiner Uhr (oder mit meiner Art auf die Uhr zu schauen) nicht immer funktioniert.
Dabei wird das Licht so schwach eingeschaltet, dass es mich bisher noch in keiner Situation gestärkt hat.

Navi

Es gibt kein Navi. Und ich denke, es wird auch keinen geben. Zumindest hat Polar m. E. noch nie soetwas in eine Uhr verbaut. Für mich, ist das, ehrlich gesagt, total egal. denn wenn ich einen Lauf absolviere, für den ich einen Plan benötige, dann lass ich mich von meinem Handy navigieren. das ist handlich und das Display ist so groß, dass ich problemlos rechts und links gucken kann, wenn ein Weg den ich plante nicht existiert (was schon oft genug vorgekommen ist.

Der Nachtrag kommt schon, während ich  dies hier schreibe, denn auf https://www.polar.com/en/vantage/updates beschreibt Polar, dass es beim Upedate 3.0 eine Navigationsfunktion geben soll…

Äußeres

Die Polar ist recht leicht. Gewicht 66,57g wiege ich. Sie ist kaum schwerer als die Garmin FR 935: 56,39g
Ich finde die Uhr wirklich schön. Für mich hat Polar mit den 10 Gramm mehr Gewicht ungefähr 50% mehr Schönheit verbaut. Allein dafür gibt es von mir einen Daumen oben.

Was mich ärgert:

Die Vantage ist eine gute Uhr – keine Frage. Dennoch gibt es ein paar Dinge die mich stören:

Beleuchtung

Als erstes natürlich die schon genannte Beleuchtung.

Das ist etwas das meines Erachtens nicht fehlen darf. Denn spätestens wenn ich auf dem Platz im Dunkeln etwas längere Intervalle laufen will – 1000er oder auch schon 400ter, will ich ab und zu meine Zeit/Pace kontrollieren. Da laufe ich schon sehr nahe an meiner Grenze d.h. ich will keine zusätzliche Energie dafür verschwenden, das Licht anzuschalten. Auf keinen Fall!

Außerdem: Die V800 konnte dauerhaftes Licht.

Dieses fehlende dauerhafte Licht ist eigentlich ein No-Go auch wenn es noch kein Knock Out Kriterium ist, aber, – ganz deutlich: Bei einer so teuren Uhr, befindet es sich gaaanz knapp an der Grenze davor, weil es mich in meinem Sporttreiben empfindlich einschränkt:

Auf dem Platz beim Intervalllaufen will ich bei der Zeit- oder Pacekontrolle auf keinen Knopf drücken.

Auch wenn ich im Dunkeln im Wald laufe, möchte ich nicht mein Energie und Konzentration auf das Einschalten des Lichts verschwenden – und ja, doch, ich bin schon im Dunkeln ohne Kopfleuchte im Wald gelaufen – das geht sehr gut, vor allem im Winter wenn der Mond scheint. 🙂

Weiteres

Ich weiß nicht, warum es keine so einfachen Dinge wie eine Stoppuhr oder einen Timer gibt. Das verstehe ich einfach nicht. Denn wenn man (also Polar) schon eine Uhr baut, die alltagstauglich sein soll, kann man sich fragen, aus welchen Gründen so etwas nicht einfach mit integriert
wird?
Das ist natürlich nicht zwingend und nicht – wie das Fehlende dauerhaft zuschaltbare Licht – etwas, dass mich richtig ärgert.
Aber, eben in der Küche, als ich mir einen Timer für 20 Minuten stellen wollte, nach welchen ich das Pilaw aus dem Ofen holen wollte, fand ich das schon ziemlich dämlich. (Bei Garmin gibt es soetwas mit einer großen Selbstverständlichkeit).

Auch hier habe ich während des Schreibens feststellen müssen, dass die Stoppuhr und der Timer schon für das Upedate 2.0 (Dezember)  geplant sind. 🙂

Unter Wasser weiß sie nicht was sie will…

Touchscreen

Der Touchscreen ist meines Erachtens überflüssig.
Außerdem mag die Uhr ja wasserdicht sein, aber wenn man mit ihr unter die Dusche geht (und dort eben keine Einheit absolvieren möchte), findet der Touchscreen es total lustig die aufprallenden Wassertropfen, als Berührungen wahrzunehmen…

Fazit

Das klingt jetzt vielleicht alles sehr negativ, weil ich so viele Dinge für  kritisierenswert halte, aber im Grunde sind das Kinderkrankheiten. Ich gehe davon aus, dass sie in den nächsten Monaten behoben werden.

Aus diesem Grunde will ich zum Schluss noch die positiven Punkte hervorheben, welches meines Erachtens eine gute Uhr ausmachen:

Die Darstellungsart und die Bedienung gefällt mir sehr gut.
Die Polar Online-Trainigsansicht ist das Besste was ich kenne.
Die GPS-Messungen sind genau (also untereinander vergleichbar).
Die Höhenmessung ist gut.
Das Look and Feel gefällt mir gut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.