Kategorie-Archiv: Erklärungen

ZEIT ONLINE – die Vuvuzela Gruppe des Konzerthausorchesters Berlin

Die Vuvuzela Gruppe des Konzerthausorchesters Berlin führt ein in die Geschichte der Vuvuzela.
Sie bieten auf ZEIT ONLINE einen kleinen geschichtlichen Abriss und zwei Kostproben alter Meister, die sich schon von dem Klang dieses alten afrikanischen Instruments gefangen nehmen ließen:

Meine Spiegelreflex – eine Bilanz

Im Januar 2009 kaufte ich mir meine erste Spiegelreflexkamera.
Nach nicht ganz einem Jahr will ich hier über meine Erfahrungen resümieren und mir die Frage stellen:

„Ergibt es Sinn, sich mit einer Spiegelreflex zu ‚belasten‘?“
Denn immerhin, eine Spiegelreflexkamera kostet nicht nur Unmengen Geld, im Verhältnis zu ihren kleineren Schwestern, sie ist auch wesentlich schwerer und größer. Zudem kommt man schnell in die Versuchung, sich mit (teurem) Zubehör auszustatten.

Vielleicht hilft dieser Erfahrungsbericht ja auch dem einen oder der anderen bei der Überlegung, sich eine Spiegelreflexkamera zuzulegen oder sich dagegen zu entscheiden.

In diesem ersten Artikel, werde ich mich mit dem Thema befassen:
„Was man beim Kauf alles falsch machen und was letztendlich daraus werden kann…“ Weiterlesen

Herbst 2009 – Shetlandpony

Eine weitere Variante des Herbst 2009.

Dieses Shetlandpony wirkt nach meiner Meinung  ungemein herbstlich.
Woran liegt das?
Das Bild wirkt nicht so, weil das Pony schon sein Winterkleid angelegt hat und auch nicht, durch die roten Blätter im Hintergrund, diese komplettieren die herbstliche Atmosphäre eher, als das sie sie erzeugen.

Ich denke, das Licht, bzw. das frühe Dunkelwerden, ist der Grund für diese ganz besondere Stimmung:

Die Sonne steht tief, so tief, wie man sie im Hochsommer erst wirklich spät am Abend sieht. Jedes Grasbüschel wirft schon lange Schatten. Das Licht hat also schon diese ganz besondere gelbliche Färbung angenommen, die eigentlich nur dem späten Abend gilt, aber das Gras, auf dem das Pony steht, ist triefend nass. So nass, dass man davon ausgehen kann, dass es seit dem Morgen nicht verdunsten konnte, denn für frischen Tau ist es noch zu hell. Dies passt nicht zu einem langen Sommertag. Erst all das zusammen ergibt ein sehr herbstliches Shetlandpony.

Weitere Beispiele für dieses besondere späte Licht einer tiefstehenden Sonne im Herbst, findet man unter:
Zur Hüggelschlucht

Winter im Osnabrücker Zoo

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich die unten eingefügten Fotos schoss, aber heute  ist das Wetter enorm mies und so komme ich endlich dazu, sie aufzubereiten und ins Netz zu stellen.

Da ich (zum ersten Mal) eine Jahreskarte für den Osnabrücker Zoo besitze,  kam ich auch zum ersten Mal auf die Idee, im Winter in eben diesen zu gehen.
Und, ich muss zugeben, es hat mir gefallen. Man ist dort sehr allein, kann mit Muße und Ruhe all die Tiere anschauen, die im Sommer von Menschentrauben umringt sind.
Außerdem suchen einige – sonst eher gelangweilte – Tiere nun geradezu die Menschen, um ein wenig Ablenkung zu erhalten. Dies betrifft besonders die klugen Tiere, wie die Affen und die Seehunde.
Andere zeigen im Winter – gänzlich unabhängig vom Menschen – ein ziemlich anderes Verhalten als im Sommer…

Den Erdmännchen sind die Menschen natürlich egal.  Sie gehen lieber unter die Höhensonne als nach draußen:

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Die Pinguine sehen im Winter irgendwie glücklicher aus als im Sommer:

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Auch der Polarfuchs scheint den Schnee und die kalte Jahreszeit zu genießen:

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Dem Reiher, besser den Reihern, die sich zur Vogelfütterung eintreffen, ist der Winter ziemlich egal. Ihre Aufmerksamkeit gilt lediglich den verteilten Fischen.  Dieses Foto habe ich hier lediglich zum Angeben eingestellt:

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Erstaunlich fand ich, dass selbst die Kamele ziemlich glücklich wirkten, auch wenn das natürlich nur meine Interpretation ihres Verhaltens ist:

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Aber vielleicht lag das auch nur am frischen Nachwuchs:
Mir wurde gerade mitgeteilt, dass es sich hier (unten) um Dromedare  (ein Höcker,  statt zwei) handelt. Das Trampeltier  (oben) freut sich also höchstens über den Nachwuchs der Nachbarn.

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Bei den Wölfen war ich mir ebenfalls nicht sicher, ob sie das Wetter genießen, oder nur deshalb so aktiv sind, damit ihnen nicht kalt wird:wolfe1250

Alles in allem würde ich sagen, das sich ein Besuch im Winter durchaus lohnt und sich wesentlich entspannter gestaltet, als im Sommer.

Wie man 50000 Wörter in einem Monat schreibt

Wie Scot W. Stevenson in seinem Beitrag zur Völkerverständigung, also seinem Blog „USA Erklärt“ berichtet, gibt es einen Wettbewerb Namens NaNoWriMo, der alle Menschen dazu aufruft, innerhalb eines Monats (im Monat November, um genau zu sein )  einen Roman mit wenigstens 50000 Wörtern zu schreiben.

Interessant an diesem Wettbewerb ist, dass unglaublich viele Leute mitmachen und anscheinend niemand befürchtet, seine schriftstellerischen Fähigkeiten könnten nicht genügen. Offensichtlich ist da jemand in der Lage, Menschen die Angst vor dem leeren Blatt zu nehmen und ein bisschen Mut zur selbst fabulierten Geschichte zu geben. Methode: kein Inhalt wird kritisiert oder bewertet – es werden sogar Tipps gegeben, wie man einen Roman gänzlich ohne Ideen schreiben kann…

Dieser Wettbewerb ist, wie so oft, eine Idee die eine eigenartige Historie hat und sich mit der Zeit verselbständigte. Die Teilnehmerzahl stieg von1999 bis 2007 von 21 auf  erstaunliche 101510 Teilenehmer an. Diese Zahlen sprechen für sich.

Ich habe diese Aktion leider etwas spät entdeckt, denn der November ist nun schon fast vorbei. Allerdings werde ich diesen Wettbewerb zum Anlass nehmen und werde auch mal wieder etwas Prosa zum Besten geben, denn ich habe das Problem, dass mein Fantasie mal wieder überläuft, und bevor ich anfange meine Umwelt völlig grundlos anzulügen, nehme ich mir die 101510 Romanautoren als Vorbild und schreibe lieber eine weitere Geschichte…

Bis auf weiteres
Dirk

Mal mit und mal ohne…

Als ich feststellte, dass die Domain “Umschweife.de” noch zu haben war… …wurde mir klar, das mein “Feuilleton” nichts anderes darstellt als eine einzige riesige, …äh…, Umschweife
(manchmal sogar gänzlich ohne auf den Punkt zu kommen).

un war es nur noch ein kleiner Schritt… aus “feuilleton.mochalski.org” wird “Umschweife.de”.

Ich musste mir nur einen vServer anmieten, blanko (denn das ist billiger – ok, Debian war schon drauf) und ihn konfigurieren und die neue Domain registrieren, und die Domain auf die IP des Servers ausrichten und, und, und … nun, alles Dinge von denen ich keinerlei Ahnung habe, aber mit viel Geduld und klugen Tipps von allen Seiten bin ich jetzt auf dem besten Wege 😉

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…die Seite ist seit 10 Minuten online

Werbung auf meiner Seite…

Nun habe ich mich entschieden auf meinen Seiten doch ein wenig zu werben.

Der Grund dafür ist so einfach wie zwingend:
Es gibt, meiner Meinung nach, eine politische/gesellschaftliche Instanz, eine „Zeitung“, die ihre Macht dazu missbraucht Menschen zu verunglimpfen, indem sie – zumindest nach Angaben eben dieser verunglimpfter Menschen – Unwahrheiten verbreitet (Beispiel, Beispiel). Es werden Sachverhalte zwar nicht falsch, aber dennoch so darstellt, dass man sie falsch verstehen muss (Beispiel, Beispiel) und nicht einmal den Anstand besitzt, einfachste Informationen und Daten zu recherchieren (Beispiel, Beispiel). Letzteres (das mit dem Anstand) meine ich natürlich nur, insoweit man von „institutionalisiertem Anstand“ sprechen kann.
Es kann auch passieren, dass Sachverhalte, einfach nur so, falsch dargestellt werden, ohne dass jemand zu schaden kommt (Beispiel, Beispiel).
Zudem beruhig mich ein wenig, dass erstaunlich oft Artikel mit Inhalten die Unanständiges nach sich ziehen, in dieser „Zeitung“ stehen, dass man diesen moralischen Aspekt wohl nicht dem einzelnen Mitarbeiter der Bild–“Zeitung“, sondern der Institution „Bild–Zeitung“ zuschreiben muss. Wenn dem nicht so wäre, dann müsste man jedem einzelnen Mitarbeiter des Springerverlags entsprechende Unmoral vorwerfen, und dass kann und will ich weder annehmen noch glauben.

Wie dem auch sei, diese Manipulation der Massen – denn um nichts anderes handelt es sich dabei – passiert (wieder meiner Meinung nach) – nur aus einem Grunde:
Die Bild–“Zeitung“ soll (ohne Rücksicht auf Verluste) verkauft werden.

Damit diese, zweifellos vorhandenen, Verluste nicht zu hoch sind, gibt es eine Instanz die sich mit der Bild „Zeitung“ beschäftigt. Diese Instanz versucht freundlich auf „versehentlich“ gedruckte falsche Informationen, oder zufällig irrige Annahmen verbreitende Darstellungen, hinzuweisen, mit der Zielsetzung, dass solche Versehen und Fehler nicht, oder kaum mehr, vorkommen.
Ich sprechen vom:

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Der Bildblog ist nicht durch das behandelte Thema interessant. Er liest sich auch sehr unterhaltsam.

Aus all diesen Gründen wird von nun an ein kleines Bildblog Bildchen unten links auf den Seiten meines Feuilletons zu sehen und anzuklicken sein…

vom Überlebenswillen des Perlhuhns

Christian Morgenstern:
Das Perlhuhn
Das Perlhuhn zählt: eins, zwei, drei, vier…
Was zählt es wohl, das gute Tier,
dort unter den dunklen Erlen? Es zählt, von Wissensdrang gejückt,
(die es sowohl wie uns entzückt):
die Anzahl seiner Perlen.

Im Gegensatz zum Willen zur Macht, den Nietzsche, als einziges der Natur zugrunde liegendes Gesetz, konstatierte, scheint das Perlhuhn (genauer das Helmperlhuhn – Numida meleagris) mit einer außerordentlichen Lebens– oder Todesgleichmut und gleichzeitig mit einem unbändigen Überlebensglück ausgestattet. Viel stärker, als bei jedem Kind vorhanden oder einem Besoffenen beigemessen, ist das Perlhuhn einerseits unglaublich doof und andererseits nahezu untötbar.

Jeder Motorradfahrer kann wahrscheinlich bestätigen, dass er zwar Perlhühner, dösend, tapsend oder auf der Strasse herumirren sah, es aber noch nicht fertig brachte, eines dieser Tiere zu überfahren.

Erinnern Sie sich an die alten Slapstickfilme:
Ein Mann steht irgendwo herum und ist mit irgendwelchen „Dingen“ beschäftigt. Er verbringt seine Zeit mit wichtigen Tätigkeiten wie: Träumen, Frauen hinterher sehen, Zeitungslesen oder auch nur dösig in der Gegend herumstehen.
Als nächstes sieht der allwissende Zuschauer ein Unheil auf ihn zukommen:
Ein Klavier fällt herab, ein Auto ohne Bremsen rast auf ihn zu, ein Bandit versucht ihn, mittels einer Pistole, zu erschießen.

Jedermann denkt, dass es nun aus ist mit dem „Helden“ (in Wirklichkeit denkt das natürlich niemand mehr, denn man kennt solche Filmsituationen und weiß: der Held überlebt). Ich meine diese Filme, in welchen der „Held“ im letzten Moment einen Schritt zur Seite tritt und das Auto ihm nicht schaden kann, er die Zeitung zuschlägt, sich auf den Weg macht und das Klavier trifft ihn nicht, etwas aufhebt und dem Schuss ins Herz entgeht.
Der Held wird wahrscheinlich niemals erfahren, dass er beinahe erschlagen, erschossen oder von einem Auto überfahren wurde.
Noch viel weniger erfahren wird er, dass er an einer bestimmten, unangemessen großen, Zerstörung von Leben oder öffentlichem Eigentums schuld ist. Die Kugel trifft, statt seiner, einen Passanten. Das Klavier erschlägt den gerade aus dem Zoo entlaufenden Löwen, das Auto überfährt zwar nicht den Helden, zerstörte aber durch den beibehaltenen Schwung eine Reihe von Marktständen, stößt einen Maler von seiner Leiter und zu guter Letzt stößt das Auto direkt durch eine Wand in den Tresor der Bank der Stadt, so dass sich jeder an den frei herumfliegenden Geldscheinen bedienen kann. Der Held aber, weiß nichts von seiner „Schuld“ und geht kopfschüttelnd, über so viel Unvernunft der Anderen, durch das Chaos seiner Wege…

Genauso verhält sich ein Perlhuhn!
Bloß lächeln diese blöden Viecher nicht. Zumindest konnte ich noch nicht sehen, ob der viel zu kleine Schnabel an dem viel zu kleine Kopf mit dem viel zu kleinen Gehirn zu einem Lächeln verzogen ist, wenn ich, mal wieder schlingernd, einem Beinahezusammenstoss mit einem Perlhuhn entgangen bin.

Der Witz ist, dass, selbst wenn man seinen Reflexen nicht nachgibt und auf solch ein Tier zuhält, dieser Vogel, kurz bevor er den tödlichen Stoß erhält, den besagten Schritt bei Seite macht. Man selbst schlingert, das Motorrad gerade noch haltend, völlig überrascht von dieser unerwarteten Reaktion, die Strasse entlang. Im Rückspiegel meint man das Perlhuhn davon watscheln zu sehen…

Hat es nicht eben mit dem Kopf geschüttelt?!

wie es zur Mayonnaise kam…

Manchmal stellt sich mir die Frage, wie bestimmte Dinge in der Welt wohl entstanden sind, beziehungsweise, wie ihre Entstehungs- oder Entdeckungsgeschichte wohl ausgesehen haben mag.

Zum Beispiel sind viele unserer Nahrungsmittel derart komplex, dass sie wohl kaum durch Zufall entstanden sein können. Ein klassisches Beispiel ist die Mayonnaise: Das Verfahren zur Herstellung dieser „kalten Sauce“ ist zwar nicht sehr, aber doch so komplex, dass sie nicht durch „…hups, nun habe ich das Öl in die Eier gegossen…“ erfunden worden sein kann – oder vielleicht doch?

Die Geschichte der Mayonnaise begann – vielleicht – auf der Insel Menorca, im 18. Jahrhundert

Herausfinden lässt sich, dass man die Mayonnaise wahrscheinlich

[…] zu Ehren des Eroberers [Herzog von Richelieu] anlässlich eines Festes die […] kreiert worden sein [soll]. Zumindest beanspruchen die Bewohner Menorcas die Erfindung der „Mahonesa“ für sich. Eine andere Variante lautet, dass die Mahonnese während der Belagerung aus der Not heraus entstanden ist. (Wikipediea; sub voce:„Mayonnaise“; am 12.11.2006 um 14.41 Uhr; URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Majon%C3%A4se)

Ich muss zugeben, dass mir die Geschichte, die Soße sei zu Ehren des Herzogs von Richelieu kreiert worden, nicht gefällt.
Wahrscheinlicher oder zumindest hübscher ist, dass ein Mönch (oder besser ein Einsiedler) auf Menorca unter seinem Olivenbaum saß und sich seine tägliche Portion Eier, gebraten in Olivenöl, zubereiten wollte.
Voller Trübsinn über sein langweiliges Einsiedlerdasein, schlug er zwei Eier in seine Pfanne. Zu spät bemerkte er, dass er vergessen hatte, vorher das Öl in die Pfanne zu geben. Da er (er war nun einmal ein armer Einsiedler) nur ein Gefäß besaß, versucht er es nachträglich in die Pfanne zu tun.
Da das Öl aber nicht obenauf, sondern unter dem Ei seinen Zweck erfüllen sollte, begann er es (wie gesagt, voller Trübsinn und zusätzlich noch in Gedanken versunken) langsam in die Pfanne zu gießen und es eben so langsam unterzurühren. Als sich rührend das Öl in die Pfanne ergoss, musste des Einsiedlers Erstaunen groß gewesen sein, denn das Öl ließ sich nicht unterheben, sondern es veränderte sowohl seine Farbe als auch seine Konsistenz. Der Inhalt seiner Pfanne war nun weiß und cremig.

Braten ließ sich das Ganze allerdings nicht mehr, aber zum Wegkippen war es auch zu schade, denn er war arm und musste essen was er hatte. Also wurde die Not zur Tugend erklärt und aus den rohen Eiern mit Öl eine Sauce.

Es wurden anderen Eier gebratenen (mein Einsiedler hatte glücklicherweise noch eine zwei Eier in Reserve und fand, oh Wunder, dann doch noch ein weiteres Gefäß in seiner unaufgeräumten Junggesellenküche) und mit der Sauce bestrichen.

Meine Lebensgefährtin lehnt jedoch vehement Spiegelei mit Mayonnaise ab „…dass ist ja ekelig…“ und schlägt in ihrer Version vor:
„…er röstet sich ein Brot und tunkt es in die Sauce.“
Das „weitere Gefäß“ in der „Junggesellenküche“ hält sie übrigens für „… an den Haaren herbeigezogen…“

Mein alternatives Ende und Kompromiss:
Also schlachtete er seinen „Eierlieferanten“, briet das Huhn kräftig durch, tunkte es in die Mayonnaise und fand das Ganze sehr lecker.
In Ermangelung weiterer Lebensmittel (wer will sich schon ausschließlich von Oliven ernähren – das Huhn hatte ja das Zeitliche gesegnet) ging er in die weite Welt hinaus, wurde Koch, kam zum Hofe und überraschte alle Untertanen und seinen neuen Herzog mit einer pfiffigen Saucenkreation aus rohem Ei und Öl und wurde dessenthalben reich und berühmt!

So wurde, meiner Meinung nach, die Mayonnaise erfunden.

warum ich hier schreibe

„Wozu diese Seiten?“

Ich habe eine nahe Verwandte, die fragte mich einmal – voller Unverständnis – wozu man, als Privatmensch, eine Internetseite produzieren solle.

Es fiel mir schwer eine Antwort auf diese Frage zu finden, denn ich werde weder reich dadurch, noch habe ich etwas derart Wichtiges mitzuteilen, dass es unbedingt der Welt zur Verfügung gestellt werden müsste.

Es ist einfach so, dass ich gern schreibe, nicht oft, nicht viel, doch das Gestalten mit Worten macht mir Spaß, genau so wie ich gerne Bilder male.

Wenn man schreibt oder malt oder etwas anderes herstellt, das keinen Zweck erfüllt, so benötigt man zumeist einen „Anderen“ für den man es herstellt. Dieser „Andere“ kann man selber sein, zum Beispiel wenn man sich einen Einkaufszettel schreibt. Zumeist ist man es jedoch nicht selbst. Der Andere braucht nichts davon zu wissen, es wäre sogar denkbar, dass er noch nicht einmal existieren muss, um seinen Zweck zu erfüllen: Er dient als Gegenüber, als Kommunikationspartner.

Die, wie auch immer geartete, kreative Leistung ist nicht nur ein „Selbstausdruck“, sondern sie muss wahrgenommen werden oder potentiell wahrgenommen werden. Ganz ähnlich der Art, wie eine Person mit anderen Menschen in Kontakt tritt, indem sie sich auf eine bestimmte Art kleidet. Die Kleidung dient der Kontaktaufnahme. Es ergäbe keinen Sinn sich anders als rein praktisch zu kleiden, wenn man die Kleidung nicht zur Kommunikation benutzen wollte.

Diese Internetseite hat sehr viel mit (wohl gewählter) Kleidung gemein. Ich will damit kommunizieren, ich will das von mir Dargestellte veräußern, es ausstellen, damit jemand die Chance bekommt, es zu sehen, es sich gefallen zu lassen oder es schlecht zu finden. Damit ich mich – auch weiterhin passt der Vergleich mit einem Kleidungsstück – mit dem von mir Produzierten wohl fühle, damit meine Taten einen Sinn ergeben, muss die Chance bestehen, dass jemand sie zu Gesicht bekommt. Natürlich wäre es schöner, wenn sie tatsächlich gesehen und gelesen würden, aber es ist völlig ausreichend, dass die reine Möglichkeit dazu besteht.

Denn, wenn meine Worte nur in den Raum gesprochen oder ins Wasser geschrieben würden, wären sie niemals existent gewesen und dann gäbe es keine Notwendigkeit sie zu sagen oder zu schreiben. Diese Notwendigkeit aber, will ich mir schaffen, darum veröffentliche ich hier.