Kategorie-Archiv: Laufen

Polar Vantage V – Erste Eindrücke

Da liegt sie nun vor mir auf meinem Tisch, die neue Polar Vantage V.

Ich kaufte sie in schwarz, ganz klassisch, weil ich sie  – wie eine normale Uhr – zu jeder Gelegenheit tragen möchte.
Schön finde sie. Wirklich schön und sehr edel.

Ich werde mich wegen ihr von meiner Garmin Forerunner 935 trennen. Ich mag das Garminkonzept nicht so sehr, und ich habe den Eindruck, dass die Garmin Forerunner 935 an manchen Stellen nicht so richtig gut funktioniert – z.B. bei der Höhenmetermessung.
Auch die vielgepriesene Genauigkeit des Garmin-GPS kann ich nicht bestätigen, ich finde, sie ist bestenfalls akzeptabel. Ich kenne Uhren mit besseren Messungen.
Wobei, wenn ich “besser” schreibe, meine ich damit gleichmäßiger, denn im Grunde ist es mir egal, wie lang die gemessenen Strecken tatsächlich sind, wenn die Messungen nur vergleichbar sind. D. h. wenn auf derselben Strecke immer die gleichen Kilometerangaben herauskommen. (Natürlich wäre es zudem schön, wenn die Messungen etwas mit der Realität zu tun haben – aber man sollte seine Wünsche klein halten.)

Weiterlesen

23. Teutolauf – von der gefühlten Bestzeit und heldenhaftem Ignorieren…

Schon wieder  der Teutolauf. Schon wieder soll es  das Highlite des Jahres werden.  In diesem Jahr bin ich mir aber –  im Vergleich zum letzten –  sehr unsicher, wie schnell ich ihn bestreiten kann, weil ich meine Leistungsfähigkeit nicht kenne:

Ich weiß, dass ich genügend lange Läufe hinter mir habe – die Chance ist also groß, dass ich durchkomme.
Aber, ich bin kaum wirklich schnell unterwegs gewesen und habe keinen einzigen echten Tempolauf absolviert, noch nicht einmal über 10 Kilometer, geschweige denn über 15 oder 20 km. Was, um zu erfahren wo ich stehe, nötig gewesen wäre. Weiterlesen

3. Glashauslauf in den Gewächshäusern von Emsflower – 10 KM

Als ein Freund den Glashauslauf entdeckte und sich dafür anmeldete fand ich die Idee, mitten im Winter in einem Gewächshaus zu laufen ungemein reizvoll. Kurz: ich war Feuer und Flamme. Wo, außer auf dem Band, hat man sonst die Möglichkeit in Shirt und kurzer Hose mitten im Februar einen Wettkampf zu laufen. Gute Idee!

Dazu kommt, dass es sich hier um ein ultraflaches Rennen handelt – im Grunde wie auf der Bahn, nur auf Beton, statt Tartan.

Im Vorfeld wurde es leider etwas knapp mit meinem Training, so dass ich mich nicht allzusehr auf den Glashauslauf fokussierte, sondern mein Training für den Klippenauf im März im Auge behielt. Das führte dazu, dass ich noch am Dienstag vor dem Wettkampf einen 20er mit einigen Höhenmetern und ordentlicher Endbeschleunigung lief.

Zudem gab es am Tag vor dem Lauf einen Umzug einer Kollegin, bei dem ich half, der recht anstrengend wurde. Zwar waren meine Beine recht unbeeindruckt (Training wirkt halt auch dort ) aber ich hatte am Sonntagmorgen einen Ordentlichen Muskelkater in den Bizeps und der gesamten Brustmuskulatur. Naja, laufen sollte gehen, irgendwie… Weiterlesen

Steinhart500 – ein Marathon ohne Ultra mit Ansage

Ich hatte mich schon vor geraumer Zeit für den Steinhart500 – also für den Steinhart666 – 56 km/666HM mit Flex-Ticket (Flex-Ticket = man darf nach jeder Runde, also bei 14, 28, 42, und 56km aussteigen) – angemeldet.
Damals tat ich das mit dem Vorsatz ihn nur anzutreten, wenn ich wenigstens einen Marathon laufen kann. Wobei die Option auszusteigen, natürlich gleichermaßen Sicherheit gibt und Versuchung in sich birgt. Vor allem, wenn einem so wie mir, die nötige Ernsthaftigkeit fehlt, die es erzwingt, ein einmal gesetztes Ziel auch in die Tat umzusetzen. Weiterlesen

Teutolauf 2017 – Ohne Matsch ist Quatsch

Wir schreiben den 21.10.2017, der dritte lange Teutolauf steht an. Im Gegensatz zu den letzten beiden Jahren bin ich in diesem Jahr nicht per Zufall fit für diesen Lauf (z.B. weil ich mich – wie im letzten Jahr – eigentlich auf einen Marathon vorbereitete) nein, ich habe mich explizit auf eben diesen Lauf vorbereitet. Dieser, der Teutolauf 2017, soll mein Highlight des Jahres 2017 werden. Denn wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt hatte, dann, dass ich mich lieber im Wald und auch gern im Matsch herumtreibe, als auf einem langen Lauf auf der Straße.

Leider konnte ich mein Training nicht ganz so durchziehen, wie ich es mir wünschte. Denn gerade drei Wochen vor dem Lauf machte ein Muskeln oberhalb meines rechten Knies kurz vor dem Ende eines 20 km Tempolauf dicht und blieb dabei. Zwar hatte ich sofort das Tempo reduziert und war ganz vorsichtig nach Hause gejoggt aber es war anscheinend schon zu spät. der Muskel war gezerrt/überanstrengt wie auch immer. ich musste eine Woche pausieren und konnte erst dann das Training wieder vollends aufnehmen, was in der eigentlich heißen und harten Phase des Trainings ein wenig blöd ist…
Anschließend konnte ich das Pensum auch nur langsam wieder steigern, sodass ich auf meinen letzten langen Lauf verzichtete und meine geplante Peakwoche mit rund 90 Kilometern zu einer vorgezogenen Taperwoche  mit nur 48,72 km  umwidmete.

Das war nicht schön, aber auch nicht dramatisch, denn immerhin schaffte ich es, meine Muskeln bis zum Teutolauf gänzlich beschwerdefrei zu bekommen, so dass ich mich am Samstag, dem 21.10.2017, frohgemut gen Hohne aufmachen konnte und mich auf einen tollen Lauf freuen durfte:
Es galt 29 Kilometer und rund 600 Höhenmeter zu bewältigen. Weiterlesen

Nacht von Borgholzhausen 2017 – 10 km Hauptlauf

Das Plakat zum Lauf. Foto: Andrea Mochalski

Vorgeplänkel
Die Nacht von Borgholzhausen 2017. Ich absolvierte diesen Lauf nun zum 2. Mal.

Das erste Mal lief ich hier 2015. Im Jahr 2015 war es ein besonderer Lauf für mich. Nicht nur wegen der besonderen Stimmung hier, sondern auch, weil ich damals die 10 Kilometer zum zweiten Mal unter 50 Minuten lief und – vor allem – weil dies hier in Borgholzhausen fast nebenbei passierte. Ich war 2015 sehr erstaunt darüber, denn bei meinem ersten Versuch die 10km unter 50 Minuten zu bewältigen, war es noch eine große Quälerei. So ging ich mit einem glücklichen Lächeln nach Hause.
Dadurch legte sich in meinem Geiste ein besonderes Flair auf diesen Lauf.

Die Nacht von Borgholzhausen fand in diesem Jahr zum 42. Mal statt- aus dieser großen Zahl kann man entnehmen, dass es sich hier um einen Dinosaurier der deutschen Laufveranstaltungen handelt. Weiterlesen

7. Osnabrücker Diakonielauf „Osnabrücker Gipfelsturm“

Heute (also gestern), am 29.4., ist es mal wieder soweit. Der Osnabrücker Gipfelsturm steht an. Ich hatte mir im letzte Jahr noch versichert, dass ich den nie wieder laufen werde, … und dann – Anfang dieses Jahres meldete ich mich dann doch wieder an. Nun ja, keine Ahnung was mich da geritten hat…
Wie im letzten Jahr waren zwei meiner Kollegen und mein Nachbar ebenfalls angemeldet. Aber der eine bekam „Knie“, der Nachbar „Kindergeburtstag“ (was ja total unvorhersehbar ist ) und der dritte Marathon Düsseldorf (am 30.4.). So musste ich den Lauf heute allein bestreiten.

Das Ganze steht unter dem Slogan „Lauf für Integration und Begegnung“. Im Detail wird Osnabrücker Begegnungsstätte für Zuwanderer und Einheimische „Cafe Mandela“, mit den Einnahmen unterstützt.
Ich bezweifle zwar, dass die Beweggründe des Hauptteils der Läufer/innen hier die Nächstenliebe/-hilfe ist. Aber das ist ja auch nicht schlimm.
Die Unterstützung findet unabhängig von den Beweggründen der Läufer/innen statt. Ich selbst nehme auch immer erst im Nachhinein wahr, dass dies ja eine Charitéveranstaltung ist. Wenn helfen so einfach ist, dann unterstützt man doch gerne…

Obwohl… Einfach? Weiterlesen

Ein besonderer Osterspaziergang – oder: Laufen im Weser- und Wiehengebirge

In diesem Jahr gab einen Osterspaziergang der besonderen Art.

Dieses Osterfest verbrachten meine Frau und ich bei meiner Schwiegermutter, die in der Nähe der Porta Westfalica in Häverstädt wohnt.
Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich die Strecken im Wiehen- und Wesergebirge rund um die Porta Westfalica mag. Dort gibt es superkleinen Trails, schöne sich windende Waldwege, wunderschöne Aussichten und extreme Auf- und Abstiege…

Als klar war, dass wir die Osterfeiertage dort verbringen werden, war ebenfalls recht schnell klar, dass ich mir einen dieser Tage zum Laufen abzwacken würde. Dafür würde ich zwei Tage (Karfreitag und Samstag) nichts tun und viel Zeit mit meiner Frau verbringen – ok, ich geb‘ es zu, ich hab das notwendige Tapern (also das Ausruhen) vor einem tollen Lauf, gut verkauft… 😀

Am Tag des Laufs Weiterlesen

6. Ibbenbürener Klippenlauf 2017- Spaß im Teutoburger Wald…

Meine gemessenen Höhenmeter und Pulskurve

25.03.2017
Das war er also. Der Ibbenbürener Klippenlauf. Vier Mal wollte ich ihn laufen,
drei Mal war ich angemeldet, erst heute – bei der dritten Anmeldung – konnte ich endlich antreten. Eine schwere Geburt, könnte man meinen.

Die Strecke – man kann sie sich auch auch gpsies ansehen: Karte Ibbenbürener Klippenlauf

Um es kurz zu machen, für alle, die nicht so viel lesen mögen:
Klippenlauf laufen: Erledigt!
An keiner Klippe das Laufen eingestellt: Erledigt!
Eine gute Zeit rausgehauen: Erledigt!
Viel Spaß gehabt? YEP! 😀
…und ein bisschen gequält…

Das war ein super Lauf! 🙂

So, und nun die etwas längere Version: Weiterlesen

Teutolauf 2016 – So, macht Laufen Spaß…

Dies ist das Zeichen, welches durch den Teutolauf führt. (Foto 2016)

Nach meinem unschönen Erlebnis beim Münstermarathon, wollte ich mich wieder den schöneren Läufen des Lebens zuwenden.
Als nächstes stand es an, den Teutolauf ein zweites Mal zu bewältigen.  Ein zweites Mal und etwas schneller als im letzten Jahr.  
Ganz im Gegensatz zum Münstermarathon freute ich mich darauf wirklich. Es sollte ein sehr emotionaler und schöner Lauf werden und nicht einmal meine Körperfunktionen konnten mich dabei aufhalten, eine Bestzeit zu erlaufen, auf die ich stolz bin. 

Mein verpatzter Münstermarathon wirkt sich wie eine wohl dosierte Trainingseinheit aus und gibt mir Schwung. Ich habe genügend lange Läufe absolviert und auch mit Höhenmetern habe ich in meinem Training nicht gespart, so dass ich vor der Länge Strecke keine Sorgen haben sollte.

linie2

Die Fotos der Strecke sind allesamt nicht während des Laufs aufgenommen worden. Viele stammen aus 2015, einige habe ich jetzt (im Okt. 2016) aufgenommen. Ein paar hat meine Frau während des Events geschossen und mir zur Verfügung gestellt – Dankeschön. Die Fotos sind entsprechend beschriftet. Alle Grafiken stammen aus meiner Feder.

Natürlich habe ich dennoch gehörigen Respekt vor der Strecke, denn 29 Kilometer allein sind nicht gerade nah, und die 600 veranschlagten Höhenmeter, samt einer Strecke, die zumindest in Teilen als harter Trail zu bezeichnen ist, vereinfachen die  Sachlage nicht unbedingt.  “Technisch anspruchsvoll”, könnte wohl das Urteil lauten.

Aber, der Teutoburger Wald will auch in diesem Jahr bezwungen werden und ich habe vor, meine Zeiten zum letzten (und ersten) Mal zu verbessern.
Im letzten Jahr erlief ich auf dieser Strecke eine 2:44:57. Pace: 5:41min/km – das sind (für die Nichtläufer) 10.56 km/h .

teuto-ansicht

Viele Höhenmeter, steile Anstiege, und wurzelige Trails. So kann man ihn zusammenfassen den Teutolauf.

Weiterlesen