Kategorie-Archiv: Sport

24. Diepholzer Stadtlauf – Halbmarathon

Heute wollen wir einen Halbmarathon laufen. „Wir“, das sind mein Freund L. und ich. Wir beide wollen heute unsere Bestzeiten laufen.
L. hat schon unzählige Läufe hinter sich und für mich wird es der dritte. Bei meinem 1. Halbmarathon war ich mit einer Zeit 2:01:30 ins Ziel gelaufen.
Bei meinem 2. Halbmarathon, welchen ich in der Vorbereitung zu  meinem Marathon in Hamburg lief, beendete ich mit einer 1:55:31. Das war – für mich – schon ziemlich schnell. Hier nun will ich diese Zeit toppen.
Laut meinen bisherigen Trainingszeiten sollte ich das schaffen können – aber man weiß ja nie. Immerhin gilt es auf 21.1 Kilometern mit 11 Km/h zu laufen. Eigentlich hoffte ich aber darauf, die 1:50:00 unterbieten zu können. Das entspräche dann einer 5:12 min/km (11,54 km/h) – ganz schön schnell, finde ich.  Weiterlesen

Der Marathon und ich IV. | 04.05.2014 – Nun wird gelaufen

P1160985-3-durchsichtig22Vorwort
Dirk: „ich hab ein Kratzen im Hals“
L: „rednich du läufst“ 
Dirk: „meine rechte Wade ist platt, schau, ich humple wie verrückt…“
L: (zieht die Augenbrauen hoch…)
Dirk: „Ok, verstanden…“
L: (ungläubiges Nicken…)
Dirk: „ja, klar, ich werde laufen. Auch wenn das mein ungeborenes Kind… warum schaust du jetzt so? Ja, wirklich, ich glaub ich bin schwanger! Ich habe da so ein Ziehen im Unterleib…“
L: (zeichnet einen imaginären Strich in der Luft.) „das war nun Ausreden Nummer 9 – und ehrlich: sie werden nicht besser…“
Dirk: „Du meinst ich sollte Laufen?“ 
L: (Nicken)
Dirk „…“
L: (zieht den Strich Nummer Zehn quer durch die letzten vier)

Am nächsten Morgen 5:15 Uhr 
Eine freundliche Melodie meldet sich und meint, sie allein würde reichen, um ein Aufstehen zu dieser Zeit zu rechtfertigen. Da war doch was. Ach ja. heut ist Marathon.

Ich bin normalerweise kein „Snooze-Knopf-Benutzer“ aber an diesem heutigen Tage, der so schwer anfängt, wird er X Mal gedrückt, bis es dann so spät ist, dass ich mich eilen muss, um noch rechtzeitig zum Frühstück zu kommen. 
Immerhin haben die Bediensteten des Hotels extra für mich (und, wie sich herausstellen soll, für ein paar weitere Läufer) ein Frühstück in dieser Herrgottsfrüh bereitet. Es wäre schon sehr unhöflich, das zu verschlafen. 

Meine Frau und ich gehen zum Frühstücksraum. Dort sitzen schon L. und seine Frau. Beide sehen furchtbar müde aus – ich weiß die Ehre zu schätzen, denn Sie haben sich wegen mir bereit erklärt, so früh zu „speisen“ – das ist nicht ihre Art (ich meine das frühe Frühstücken – das „Nettsein“ hingegen, ist schon ihre Art.) 

Es gibt Kaffee. Wichtig. Gut. Ohne Kaffee kann ich nicht. Nichts. 

Dann versuche ich bemüht locker zum Frühstücksbuffet zu taumeln. Ich unterdrücke ein gähnen. Verdammt ist das früh.
Ich greife mir ein Brötchen, etwas Butter und ein bisschen Honig. Versuche zu lächeln. 
Aber es lässt sich nicht überspielen:
Ich find Honig am Morgen doof. 

Ich mag auch keine Marmelade am Morgen.
Nun gut. Irgendwoher muss die Energie ja kommen.
Die Leute (also die Menschen, die meinen, etwas vom Laufen zu verstehen) sagen, es sei wichtig, sich mit einem leichten Frühstück mit Monosaccharide zu stärken. Ich hätte mir also genauso gut ein paar Löffel Zucker auf das Brötchen streuen können. Das täte weder dem Geschmack, noch der Wirkung einen Abbruch. *Grummel*

Noch ein bisschen Kaffee. Wenigstens der bleibt mir nicht verwehrt.

Das Honigbrötchen schmeckt dann wider Erwarten erstaunlich gut, aber ein zweites musste dennoch nicht sein – ich habe mir auf der gestrigen Messe genügend Dextrogele für unterwegs gekauft und die fettige Pizza gestern wird Ihre Energie bestimmt auch nur ganz langsam entfalten, so dass ich genügend Energie für den Marathon haben werde und auch wenn das nicht unbedingt richtig ist, die Pizza tat mir gut – das ist auch was wert. Ich bin also gut vorbereitet. 

Heute gibt es keine Ausreden mehr. Ich werde laufen. 

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Der Marathon und ich III.

haspa_marathon_logoNach der Anmeldung zum Hamburgmarathon kam die Suche nach einem Plan. Schließlich musste ich das Rad ja nicht neu erfinden. Ich wälzte ein paar Bücher und surfte im Netz. letztendlich kam ich mit mir überein, dass der Plan der Laufsportfreunden Münster für eine Zielzeit von 4 Stunden für mich passend wären. (Solch eine Passung ergibt sich aus den vorher gelaufenen Wettkampfzeiten)

Ich lief diese Plan ungefähr drei Wochen lang ab, um dann feststellen zu müssen, dass ich diesen Plan weder weiterhin in mein Leben integrieren mochte, dass er nicht zu meinen Laufgewohnheiten passte und meine Persönlichkeit nicht mit einem fixen Plan zu vereinbaren ist… Weiterlesen

Der Marathon und ich II. | Halbmarathon in Harsewinkel

Wenn man sich auf einen Marathon vorbereitet, dann wird einem in vielen Publikationen geraten, ab und zu einen Wettkampf mitzulaufen, um den eigene Leistungsstand zu erfahren. (In  einem Wettkampf ist es immer leichter an die eigenen Leistungsgrenzen zu gehen, als in einem Lauf den man nur mit sich alleine Ausficht.

Leider war das Angebot welches sich mit bot nicht sehr groß: es sollte nicht zu nahe an dem Marathon sein und mit keinem, meiner sonstigen Termine in Konflikt geraten…

Der Einzige Termin der in Frage kam, war ein Halbmarathonlauf, der in Harsewinkel stattfand. Leider habe ich zwei Tage zuvor eine 30 km Lauf absolviert. Diese 30er sind doch immer etwas anstrengend.

Aber was soll’s, dachte ich, is‘ halt so.  Weiterlesen

Mein erster Halbmarathon

Dass ich gerne und viel laufe, wissen die Meisten die hier lesen. So langsam werden meine Strecken länger und ich dachte mir, dass ich doch mal eine Halbmarathon in Angriff nehmen könnte.

Als Erläuterung: Ein Marathon ist 42,195 Kilometer lang und ein Halbmarathon eben genau die Hälfte. Also rund 21,1 Kilometer.

Ich entschied mich für den Halbmarathon beim 39. Volkslauf in meiner Heimatstadt Minden:

39. Volkslauf Minden | Halbmarathon

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Laufen – mein erster Wettkampf | Teutoburger Waldlauf – 12,2km | 180 Höhenmeter

Ich laufe nun seit etwas mehr als einem Jahr, mehr oder weniger regelmäßig. Nach ein paar (krankheitsbedingten) Zwangspausen bin ich nun wieder auf einem Level, auf dem ich im Juli schon einmal war:

Ich laufe 10 km in unter einer Stunde und bin auch schon einmal über 20 km (in etwa mehr als 2 Stunden) gelaufen. Das sind zwar keine extremen Leistungen, aber wenn ich mir anschaue, dass ich im letzten Jahr mit Läufen von höchstens 2 km Länge begonnen habe, die ich nur mit Ach und Krach überstanden habe, so finde ich, dass ich mich durchaus ein bisschen weiter entwickelt habe.

Sozusagen zum Abschluss des Jahres war ein sehr guter Freund der Meinung, dass ich nun wirklich bereit sei, einen Wettkampf zu laufen. Weiterlesen

Laufen – Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…*

doch manchmal fühlt man sich, als läge ein Fluch auf ihm…

Der Zauber der diesem Anfang innewohnte, war bittersüß, er hieß Schmerz, Erschöpfung und Überschätzung – später aber auch Begeisterung, Erlebnis und sogar Transzendenz (in einem sehr bodenständigen Sinne). Weiterlesen